Suchtprävention

Aufgaben & Ziele

Bei der Suchtvorbeugung steht heute nicht mehr die Abschreckung im Vordergrund, sondern die Stärkung der Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen. Präventionsarbeit an der Schule ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller am Schulleben Beteiligter. Wir setzen auf langfristige Präventionsprogramme und die Förderung der Lebenskompetenzen der Jugendlichen, als wirksame präventive Maßnahme. Auch deshalb ist uns der Peer-Ansatz sehr wichtig. Hierbei werden einige unserer Schüler als Schülermentoren ausgebildet, sie geben ihr erworbenes Wissen, an ihre Mitschüler weiter.

Informationen zu konkreten Projekten im Rahmen der Suchtprävention sowie zu den Zielen der Schülermentorenausbildung finden Sie hier.

Ansprechpartner für Fragen zur Suchtprävention ist Frau Janke. Frau Drexler betreut unsere Schülermultiplikatoren Sucht.

Sachlich fundierte und aktuelle Informationen zu den verschiedenen Süchten und Suchtmitteln finden Sie auf der Seite www.drugcom.de

Beratungsangebote für Schüler und Eltern im Landkreis Esslingen zum Thema Drogen finden Sie hier.


Schülermentorseminar in Kleinbettlingen

Vom 20.2. bis 22.2.2019 waren wir vier neuen Schülermultiplikatoren in Kleinbettlingen zum Schülermentorseminar. Insgesamt waren wir zwölf Jugendliche, die zum Schülermentor ausgebildet wurden. Am ersten Tag haben wir verschiedene Arten von Süchten kennengelernt, zum Beispiel Alkohol, Handy, Tabletten und noch weitere. Außerdem haben wir einen Film über Alkohol angesehen, indem ein 12- jähriges Mädchen mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus eingeliefert worden ist. Am zweiten Tag haben wir Drogen kennengelernt, wie zum Beispiel Heroin, Crocodile, Kokain, Crack, Joint und noch weitere, ebenso wie ihre Auswirkungen. Am Nachmittag besuchte uns Natascha. Sie ist eine ehemalige Heroinabhängige. Sie erzählte uns, wie sie zu Heroin gekommen ist, warum sie diese Droge genommen hat, auf welche Arten sie diese zu sich genommen hat und wie sie wieder clean geworden ist. Danach haben wir den Weg zur Abhängigkeit besprochen und anschließend im Freien Vertrauensspiele gespielt. Am dritten und letzten Tag haben wir darüber gesprochen, wie man seinen „Tank“ füllen kann, zum Beispiel durch Schlaf, Essen und Trinken, ....

Anschließend kamen unsere Lehrerinnen und wir haben zusammen einen Plan gestaltet, was wir alles in verschiedenen Klassenstufen erzählen wollen beziehungsweise was man den Schülern auf den Weg geben kann. Zum Schluss haben Betreuer, Lehrerinnen und wir zwölf Schülermentoren Pizza gegessen.

Habt ihr Fragen oder Probleme, welche ihr gerne mit uns besprechen wollt? Sprecht uns gerne an – wir haben immer ein offenes Ohr für euch!

Unsere Namen sind: Anna-Sofie Gromoll, Lukas Kenner, Katarina Krnjic, Sander Walz (alle Kl. 8c) (auf dem Bild v. l. n. r.)

Cannabis: Das dbg klärt auf

Cannabis ist die in Deutschland an meisten konsumierte illegale Droge und so ziemlich jedem ein Begriff. Doch was sich genau hinter dieser Substanz verbirgt und welche Risiken das Konsumieren nach sich zieht, wies bei uns ein großes Fragezeichen auf. Cannabis ist eine Droge zum Spaßhaben, etwas Ungefährliches und nichts, was eines zweistündigen Aufklärungsprojekts bedarf. Das war unsere erste Reaktion.

Wie falsch wir lagen, stellte sich erst nach dem augenöffnenden Gespräch mit einer Drogenberaterin, deren Authentizität ein ganz neues Licht auf die Sache warf, heraus. Sie selbst war über zwölf Jahre drogenabhängig und entgegen unseren Erwartungen entwickelten sich die zwei Stunden nicht zu einem steifen Monolog ihrerseits, der mehr Fragen aufwirft als beantwortet, sondern zu einer individuell auf uns abgestimmten, interaktionsreichen Diskussion. Außerdem unterlag die Beraterin der Schweigepflicht und man konnte sich somit offen äußern. Mit ihrer unkonventionellen Art trat sie uns auf Augenhöhe entgegen und nahm uns die Scheu, auch unangenehme Fragen zu stellen.

Wir erfuhren so viel Neues, Erschreckendes und Spannendes zur Droge Cannabis, das uns bislang unbekannt war. Vor allem wurde uns keine Meinung aufgezwungen, sondern wir konnten uns mit den neu erworbenen Erkenntnissen unsere eigene Meinung über das Thema bilden. Zudem lernten wir auch viel Allgemeines zur Suchtprävention und wie man selbst helfen kann, wenn Angehörige betroffen sind.

Auf jeden Fall ist es wichtig, über die Droge Cannabis Bescheid zu wissen und sich damit intensiv auseinanderzusetzen, denn fast jeder wird damit leider früher oder später konfrontiert. (Julia Klein und Alina Schühle, Kl. 10b)

Schülermultiplikatorenseminar „Suchtprävention“

Zusammen mit zwei Klassenkameradinnen ging es vom Mittwoch, den 21.01. bis zum Freitag, den 23.01. zum Schülermultiplikatorenseminar in Bempflingen. Nach den Kennenlernspielen ging es mit unseren Erwartungen und mit dem Programm weiter. Bei den legalen Drogen stellte ich fest, wie sich diese schon in unsere Gesellschaft eingegliedert haben, obwohl sie nicht gerade ungefährlich sind.

Am zweiten Tag lernten wir das Klaviermodell kennen. Je mehr Tasten, desto mehr „Problemlöser“, desto geringer die Chance, zu Drogen zu greifen oder süchtig zu werden. Wenn man sich zum Beispiel bei Frust immer vor die Konsole setzt, dann wird man den Frust irgendwann vielleicht nur noch durch Spielen los. So etwas muss keine Sucht sein, kann aber ganz schnell zu einer werden. Am Donnerstag haben wir auch mit Natascha geredet, die sieben Jahre lang von Heroin abhängig war. Sie hatte früher verschiedene Drogen ausprobiert und uns dringend geraten, diesen „Ton“ am besten gar nicht erst zu wählen.

Am letzten Tag kamen Frau Wolf und Asena, eine Schülerin aus Kl. 11, mit denen wir Ideen für die Weiterentwicklung am dbg sammelten. Wir haben vor, in die siebten und achten Klassen zu gehen und mit ihnen das Klaviermodell, den Suchtverlauf und von den Schülern inszenierte Rollenspiele zu besprechen. Zusätzlich wollen wir noch die Elternabende besuchen, um uns als Schülermultiplikatoren vorzustellen. In Zusammenarbeit mit der SMV sind noch ein Cocktail-Verkauf und Werbespots von „Kenn-dein-Limit“ am Kinoabend geplant.

Ich hoffe, dass sich so viel wie möglich umsetzen lässt und wir den Schülern nahelegen können, dass ihr „Lebenslied“ mit mehr Tönen interessanter klingt. (Laurenc F. Käfer, Kl. 8c)

E. Duran, A. Spreuer, M. Fischle (Kl. 9c)
A. Weinmann, J. Schäffer, L. Käfer (Kl. 8c)

"Ich chatte dich platt" und "Was heißt hier Internet?"

So lauteten die Titel des interaktiven Theaters, das zum ersten Mal dieses Jahr am dbg stattfand. Am Donnerstag, den 17.7.2014 sahen die fünften bis siebten Klassenstufen eine Theateraufführung über Cybermobbing und den Umgang mit dem Internet. Der Vorführung folgte eine Frage- und Antwortrunde. Das Theater Schrader kommt aus Berlin und hat es sich zum Auftrag gesetzt, diese zwei wichtigen Themen als "Unterhaltung mit Erkenntnisgewinn" in Szene zu setzen. Wichtig dabei war, die Schüler zu informieren, zum Nachdenken zu bewegen und für die Themen zu sensibilisieren. Die Veranstaltung war eine Kooperation zwischen der Schulsozialarbeit und der Gewalt- und Suchtprävention.

Wir danken Frau Wolf herzlich für ihre Mitarbeit sowie den jeweiligen Lehrern für die Teilnahme, Supervision und Nachbesprechung. An dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank an den Förderverein und die Schule für die finanzielle Unterstützung des Theaters. (C. Flanery)

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