MINT

Wir sind eine...

 

MINT steht für den Fächerverbund aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. "MINT-freundlich" sind wir, weil wir uns in ganz besonderem Maße für die Förderung der MINT-Fächer einsetzen - im Unterricht, aber auch weit darüber hinaus, z. B. mit Wettbewerben, AG-Angeboten und gezielten Förderprogrammen für unsere Schülerinnen und Schüler. Für unser großes MINT-Engagement wurden wir 2013 als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Im Jahr 2014 würdigte der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e. V. die Qualität und Quantität unserer MINT-Bildung mit der Auszeichnung als MINT-EC-Schule und der damit verbundenen Aufnahme in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC. 


Erneute Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“

Drei Jahre sind vergangen, seit mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium im September 2013 erstmals ein Filderstädter Gymnasium in den Kreis MINT-zertifizierter Schulen aufgenommen wurde. Seither hat sich am dbg einiges getan. Die Fachrichtungen Mathematik (M), Informatik (I), Naturwissenschaften (N) und Technik (T) haben sich längst zu einem Schwerpunkt und Aushängeschild unseres Gymnasiums entwickelt.

Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres erreicht uns jetzt die freudige Nachricht, dass unsere Konzeption, die wir vergangenen Mai für eine Re-Zertifizierung zusammengestellt haben, die Juroren der bundesweiten Initiative ‚MINT Zukunft schaffen‘ erneut vollumfänglich überzeugt hat. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Technoseum Mannheim werden wir am Freitag, 23. September 2016 folgerichtig erneut als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet werden.

Kriterien für die erneute Auszeichnung waren die Entwicklungen der letzten drei Jahre. Neben zahlreichen Projekten mit außerschulischen Partnern (EnBW energy@school; Daimler tech@school; unseren Bildungspartnern FESTO und BALLUFF), die wir am dbg etabliert und weiterentwickelt haben, hat sicherlich auch die Aufnahme beim nationalen Excellence-Schulnetzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen (MINT-EC) eine herausgehobene Stellung. Seither profitieren unsere Schülerinnen und Schülern von den Partnern des Netzwerks, wenn sie an MINT-Workshops und Camps wie beispielsweise am Deutschen Elektronen Synchrotron (DESY) in Zeuthen bei Berlin teilnehmen können. Ebenfalls zur jüngsten Vergangenheit unseres MINT-Schwerpunktes zählen viele erfolgreiche Wettbewerbsteilnahmen, die mit Platz 1 beim Trinationalen Schülerkongress NwT oder dem Sieg beim Simulationswettbewerb PlaNet SimTech am Exzellenzcluster Simulation Technology der Universität Stuttgart ihre Höhepunkte hatten. Maßgeblich geprägt wurden die Entwicklungen im Bereich MINT aber sicherlich durch die erfolgreichen Bewerbungen um die Schulversuche NwT-K2 und NwT-1. Hier erhalten Schülerinnen und Schüler am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium die einmalige Möglichkeit, das naturwissenschaftliche Profilfach NwT mit seinem technischen Schwerpunkt auch über die sonst üblichen drei Schuljahre (Klasse 8-10) hinaus in der Kursstufe fortzusetzen bzw. bereits in Klasse 6 und somit noch vor der zweiten Fremdsprache damit zu beginnen.

Wir freuen uns über die erneute Auszeichnung unserer Arbeit und sehen die Zertifizierung als MINT-freundliche Schule gleichsam als Ansporn, unser bestehendes Programm weiterzuentwickeln und tolle Ideen und Projekte, die aktuell noch in den Schubladen schlummern, in den kommenden drei Jahren zu realisieren. (Le)

Physik „begreifen“ – unsere traditionelle München-Exkursion

Zum Ende eines langen Schuljahres ging es für den 11er-Neigungskurs Physik noch einmal auf, Wissenschaft und Forschung hautnah zu erleben. Traditionell hieß das Ziel München, wo drei ereignisreiche Tage auf die Gruppe warteten.

Gerade angekommen, führte der Weg zunächst ins Deutsche Museum. Ein Blick in den Galilei-Raum (berühmte Nachbildung seines imaginären Arbeitszimmers) ließ die Schülerinnen und Schüler tief in die Wissenschaftsgeschichte der Physik eintauchen, wozu auch zahlreiche historische Apparaturen und Instrumente ihren Beitrag leisteten. Darüber hinaus eigneten sich aber auch die zahllosen interaktiven Exponate, den einen oder anderen Unterrichtsinhalt noch einmal experimentell zu bestätigen.

Höhepunkt der Exkursion war zweifelsohne der Tag im Forschungszentrum in Garching, einem Wissenschaftsstandort, der nach bestandenem Abitur sicherlich eine attraktive Adresse für ein etwaiges Physik-, Mathematik- oder Ingenieurstudium darstellt. Im Maier-Leibnitz-Laboratorium, einem Gemeinschaftsinstitut der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM), stand die Besichtigung des Tandem-van de Graaff-Beschleunigers im Mittelpunkt. Der 1970 in Betrieb genommen Beschleuniger ist nach wie vor für eine Vielzahl von Experimenten im Bereich der Atom- und Kernphysik ein unverzichtbares Instrument zur Erzeugung eines Ionenstrahls mit sehr guten physikalischen Eigenschaften. Neben der Kernphysik wird am Institut in zunehmendem Maße interdisziplinäre Forschung auf den Gebieten der Materialanalyse und der Medizin betrieben, wovon wir uns an unterschiedlichsten, teils höchst komplexen Experimentieraufbauten überzeugen konnten.

Spektakulär und vor allem zukunftsweisend wurde es dann auf unserer zweiten Station des Tages, dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik. In über zweieinhalb extrem kurzweiligen Stunden auf dem Campus bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Kernfusion. Auch hier erlebten wir einen ausgewogenen Mix aus Theorie (Grundlagen der Kernfusion von Wasserstoff) und Praxis, die uns in den Forschungsreaktor des Instituts führte. Hier dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes alles um die Möglichkeit, Energie (analog zur Sonne) aus Fusionsreaktionen zu gewinnen und diese Technologie auf der Erde nutzbar zu machen. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung am MPI Garching waren Meilensteine auf dem Weg zur Entwicklung der gerade in Betrieb genommenen Anlage Wendelstein 7X in Greifswald.

Im Südosten lag schließlich die letzte Station der Reise, die Airbus Defence and Space, ein Geschäftsbereich der Airbus Group, spezialisiert auf militärische Luftfahrt, militärische und zivile Raumfahrtsysteme sowie Sensoren und Kommunikationstechnologie für Verteidigung und Sicherheit. Neben einer kurzen Berufsorientierung (Duale Ausbildung bei Airbus) und dem Besuch des Ariane-Zentrums bekamen die Schülerinnen und Schüler exklusive Einblicke in unterschiedliche Forschungsabteilungen des Konzerns, die in der Abteilung für Materialforschung sogar einen Blick durch ein Raster-Tunnel-Elektronenmikroskop ermöglichten – ein toller Anknüpfungspunkt für das Phänomen des Tunneleffekts im Rahmen der Quantenphysik im kommenden Schuljahr.

Nach so intensiver Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Hightech gönnte man sich bei milden Sommertemperaturen natürlich auch ganz bodenständige, traditionell bayrische Abende im Biergarten. Dies gehört einfach zu München und bot darüber hinaus die Möglichkeit, die Erlebnisse drei eng bepackter Exkursionstage sowie des ersten, sicherlich intensiven Physik-Neigungskursjahres Revue passieren zu lassen – mit eindeutigem Fazit: absolut empfehlenswert! (Le)

Physiker & Chemiker: Uni-Luft schnuppern in Vaihingen

Etwas Uni-Luft schnuppern und die Physik-Kenntnisse erweitern, das war der Grund, am 27. Juni die Uni Vaihingen zu besuchen und somit Herrn Lehmanns Idee und Vorschlag Folge zu leisten. Da das Thema der Elektrochemischen Energieumwandlung auch das Interesse so mancher Chemiker weckte, kam es dazu, dass wir zu siebt, Physiker und Chemiker der 11. Klasse, die Uni Vaihingen unsicher machten. Es war ein sehr schöner und eindrücklicher Ausflug, bei welchem uns besonders die Mitmachexperimente zu Beginn gefallen haben. Studenten erklärten uns den Versuchsaufbau und nach dem eigenen Tüfteln gab es im Anschluss die genauen Erklärungen, welche keine Fragen offen ließen. Im Anschluss daran setzten wir uns in eine Vorlesung zu dem oben erwähnten Thema, natürlich verstand keiner alles, aber trotzdem lauschten wir alle gespannt dem Professor und wenn man einzelne Aspekte aus dem Unterricht wiedererkannte, freute man sich umso mehr. Um den runden Abend perfekt zu machen, gab es zu guter Letzt noch die Möglichkeit, eine Brezel zu essen und ins Gespräch zu kommen. Alles in allem war es ein gelungener, bereichernder Abend, welchen keiner von uns hätte missen wollen. (Carina Gänzle, Kl. 11)

Besuch bei SonoBihr

Schon seit mehreren Jahren besuchen Schüler der 10. Klassen im Rahmen des NwT-Moduls Medizintechnik die Firma SonoBihr. Hierbei handelt es sich allerdings nicht nur um eine Besichtigung, sondern vielmehr um ein Praktikum, bei dem das Fachwissen aus dem Unterricht angewendet wird. So hatten wir auch dieses Mal nach kurzer Einführung durch Herrn Bihr die Möglichkeit, selbstständig Ultraschalluntersuchungen durchzuführen. Aufgabe war es, möglichst gute Aufnahmen der eigenen Organe zu erstellen, diese zu vermessen und die besten Bilder zu drucken. Was auf den ersten Blick wie ein graues Durcheinander wirkte, konnte ziemlich schnell als Schilddrüse, Leber, Niere oder Herz erkannt werden. Auch die erkennbaren Bewegungen des Herzmuskels sorgten für großes Interesse. Am Ende waren sich alle einig, dass der Besuch nicht nur sehr interessant und informativ war, sondern auch Spaß gemacht hat.

Vielen Dank an Herrn Bihr, dass er uns diese Möglichkeit bietet. (Dr)

Allgemeine Relativitätstheorie – der krönende Abschluss der Schulzeit

Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, sagt der Volksmund. Genau diesen Zeitpunkt hat unser Physik-Neigungskurs der Jahrgangsstufe 12 dieser Tage gefunden. 100 Jahre nachdem Albert Einstein mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie eine ganz neue Sicht auf die Welt eröffnete, die bis heute Stoff für faszinierende Forschung liefert, hatten die Schülerinnen und Schüler in der letzten Physikstunde ihrer Schulzeit die Gelegenheit, ihr theoretisches Wissen über Zeitdilatation, verzerrte Räume, schwarze Löcher und Gravitationswellen mit dem Besuch einer vielseitigen Ausstellung abzurunden. Im Stuttgarter Haus der Wirtschaft boten die multimedialen Mitmachausstellungen „Einstein inside“ der Universität Tübingen und Physiklabor „Spiel der Kräfte“ der Universität Stuttgart zahlreiche Möglichkeiten, Simulationen und Experimente auf Grundlage der Allgemeinen Relativitätstheorie durchzuführen und zwei intensive, arbeitsreiche Jahre gemeinschaftlich ausklingen zu lassen. (Le)

Der Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose…

…das wurde den Schülerinnen und Schülern der NwT-Gruppen 10a und 10c schnell klar, als sie das Steinkohlekraftwerk in Altbach besichtigten. Nach einem theoretischen Überblick im EnBW-Infocenter über die derzeitigen und zukünftigen Energieumwandlungsmöglichkeiten, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen mit einfließen lassen konnten, gab es vor dem Rundgang noch ein kleines Energiequiz zur Vorbereitung. Der Rundgang durch die Anlage führte vorbei an Kohlemühlen, Brennkessel, Kühltürmen, Rauchgasreinigungsanlagen sowie weiteren wesentlichen Bestandteilen eines Kohlekraftwerkes. Beeindruckend waren die Dimensionen der einzelnen Anlagen und welch hoher Aufwand betrieben werden muss, um am Ende eine drehende Welle zu erzeugen, die einen verhältnismäßig kleinen Generator antreibt. Ergänzt wurden diese Eindrücke durch die interessanten Informationen der Begleitpersonen und einen einzigartigen Ausblick in das Neckartal aus ca. 80 m Höhe. (Mr)

Lernen im Grünen: Die Streuobstwiesen Filderstadts

Passend zum Frühlingsbeginn machte sich der Biokurs von Herrn Metzger auf den Weg in die Filderstädter Streuobstwiesen. Dort wartete ein von der Universität Bamberg und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg entwickeltes Smartphone-Spiel („Finde Vielfalt Simulation“) auf die Schülerinnen und Schüler. An zahlreichen Stationen auf der Streuobstwiese mussten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Aufgaben erledigen. Ziel des Spiels war es, eine Streuobstwiese so zu bewirtschaften, dass möglichst viel Ertrag erzeugt, aber auch die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen erhalten wird. (Hanna Weigand und Madeleine Veit, Kl. 11)

532 Drohnen tragen dbg-Quartett zum Sieg

Könnten Sie einschätzen, wie vieler Paketdrohnen mit einer Kapazität von 2 kg und einer Reichweite von 20 km es bedarf, um in der Vorweihnachtszeit den Autolieferverkehr in Stuttgart signifikant zu entlasten?

Genau dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler beim Simulationswettbewerb PlaNeT SimTech nach, der vom Stuttgarter Exzellenzcluster „Simulation Technology“ veranstaltet wurde. Im Studiengang wie im Wettbewerb wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Für die Simulationstechnologie wichtig sind: Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Informatik und Naturwissenschaften, Fachrichtungen also, die auch am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium im Rahmen des Schulschwerpunktes MINT einen hohen Stellenwert genießen.

Strahlende Sieger der diesjährigen Veranstaltung waren Jonathan Brielmaier, Sebastian Toksig Mayer, Josia Seidel und Markus Vogler (alle 12er-Neigungskurs Physik), die mit ihrer Modellierung des Drohnenproblems die Jury vollumfänglich überzeugen konnten. Von insgesamt 18 teilnehmenden Gruppen ist es dem dbg-Team am besten gelungen zu kommunizieren, was das eigene Modell will, auf welchen Annahmen es beruht, welche Stärken und Einschränkungen es macht und wie es sich implementieren ließe. Nach ihrem 2. Platz im vergangenen Jahr zeigten die Schüler eindrucksvoll, dass neben analytischem Denken und soliden mathematisch-physikalischen Grundkenntnissen insbesondere ein gut funktionierendes Team, Selbstständigkeit und Verlässlichkeit den Weg zum ganz großen Erfolg ebnen. Lohn für die rund sieben Stunden konzentrierter Arbeit ist ein vom Veranstalter ausgelobtes Preisgeld in Höhe von 500 Euro, was die vier angehenden Abiturienten sicherlich genauso erfreut wie die Siegerplakette und die lobenden Worte der Fachjuroren. Das dbg gratuliert an dieser Stelle ebenfalls ganz herzlich.

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle auch, dass mit Nico Bacher, Felix Herbert, Leonie Ocker und Florian Schweizer (alle 11er-Neigungskurs Physik) noch ein zweites dbg Quartett am Start war und ebenfalls eine Modellierung des Problems entwickelte, die auf einer Menge recherchierter Daten und zahlreichen Berechnungen basierte. Dem Vorbild ihrer Schulkollegen folgend, dürfen wir gespannt sein, wie dieses Team ggf. bei der 2017er-Auflage des Simulationswettbewerb PlaNeT SimTech von den diesjährigen Erfahrungen profitieren wird. Spaß hatten auf jeden Fall alle Schülerinnen und Schüler und wertvolle Einblicke in den Bereich der Simulationstechnologien gab es obendrein. Wer mehr darüber wissen will, wie das Modell mit den 532 Drohnen aussieht, das zukünftig helfen könnte, die Feinstaub- und Stickoxidbelastung in Stuttgart zu reduzieren und insb. in der Vorweihnachtszeit die innerstädtischen Straßen zu entlasten, der kann hier den Siegerbeitrag lesen. (Le)

Naturwissenschaftlich-technische Workshops begeistern MINT-Talente

Als Mitglied des nationalen Excellence-Schulnetzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen (kurz MINT-EC) bot sich dem dbg wieder einmal eine tolle Gelegenheit, MINT-Talente in ihren individuellen Begabungen zu fördern. Beim baden-württembergischen Regionalforum MINT 100 trafen sich rund 80 Nachwuchstalente in Heilbronn, um in den Labors der Experimenta Heilbronn gemeinsam zu forschen und zu entwickeln.

Das Bild zeigt die dbg-Schülerinnen Helen Schweizer, Carina Gänzle und Johanna Haußmann (alle Klasse 11), die sich in ihrem ersten Workshop des Tages mit der Herstellung von Gold-Nanopartikel in einer Redox-Reaktion beschäftigten. Sie erhielten einen faszinierenden Einblick in die „Welt der Zwerge“ und konnten dabei erleben, dass die Nanotechnologie eine interdisziplinäre Wissenschaft ist, die Einfluss auf unser tägliches Leben hat. Neben der Herstellung war es ihnen auch möglich, den Radius der Nanopartikel durch eine Absorptionsspektroskopie zu ermitteln und deren Einsatz als Biosensoren kennenzulernen.

Parallel dazu hatten mit Leonie Ocker und Florian Schweizer (ebenfalls Klasse 11) zwei weitere Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich mit den Grundlagen der Programmierung eines Mikrocontrollers auseinanderzusetzen, einem Themengebiet, dem auch im Rahmen des Profilfachs NwT am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ein großer Raum gegeben wird, und dies nicht ohne Grund, schließlich sind Mikrocontroller aus der Steuerung von Haushaltsgeräten und Maschinen nicht mehr wegzudenken.

Den Abschluss eines ereignisreichen Tages bildete für alle ein dritter Workshop, in dem erneut die Herstellung von Hightech-Bauteilen im Mittelpunkt stand. Die „organic light emitting diode“ (oLED, organische Solarzelle) ist heutzutage aus der Herstellung von Gerätedisplays wie Smartphones nicht mehr wegzudenken. Mittels „Spincoating“ konnten speziell beschichtete Glasplatten angefärbt bzw. mit Kupferelektroden und Galinstan versehen werden und nach Anlegen einer geeigneten Betriebsspannung ein faszinierendes, gelbliches Leuchten beobachtet werden.

Wir freuen uns, dass wir als MINT-EC-Schule immer wieder solche vielseitigen interdisziplinären Angebote machen können und umso mehr natürlich auch über das enorme Engagement unserer Schülerinnen und Schüler, die mit Neugier, Kreativität und großer Selbstständigkeit in Wissenschaft und Technik eintauchen und mit Begeisterung über den Tellerrand des Fachunterrichts hinausblicken wollen. (Le)

"Alexander der Große" - eine ganz große Leistung...

... zeigte Alexander Kaiser (10a) beim diesjährigen Chemie-Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“.

Der bundesweite Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ ist ein Wettbewerb für chemieinteressierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 an deutschen Gymnasien. Der Wettbewerb ist in drei Runden gegliedert: In einer ersten Runde müssen die Schülerinnen und Schüler zu Hause theoretische Aufgaben bearbeiten, die korrigiert und bewertet werden. Die besten 30 Einsendungen pro Bundesland werden zur 2. Runde eingeladen, in der eine anspruchsvolle 3-stündige Klausur geschrieben werden muss. Am 2. März schrieb Alexander diese Klausur an der Universität Stuttgart und erzielte einen hervorragenden 2. Platz! Damit qualifizierte sich Alexander zur bundesweiten Finalrunde. Am 7. Juni reist Alexander als Mitglied einer baden- württembergischen Delegation für vier Tage an die Fachhochschule Merseburg bei Leipzig und wird sich dort mit den Landessiegern aus anderen Bundesländern messen. Im Laufe dieser vier Tage werden die Finalisten im Labor umfassende Experimente durchführen und auswerten sowie eine anspruchsvolle Klausur schreiben. Aber auch eine Exkursion zu einer Erdölraffinerie und sportliche Aktivitäten stehen auf dem Programm. Auf die Gewinner der finalen Runde warten interessante chemische Sachpreise sowie hoffentlich Ruhm und Ehre.

Wir drücken dir, Alexander, für die Finalrunde kräftig die Daumen und sind stolz auf deine Leistungen! (Mr)

Neue Ausstattung im MINT-Bereich

Pünktlich zum Tag der offenen Tür erreichte frohe Kunde in Form eines großen Pakets das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Der Inhalt, eine nagelneue FiloCut 3 samt Software, erweitert fortan die Maschinenausstattung an unserer Schule. Neben einer CNC-Fräse (KOSY – „Koordinatentischsystem“) und einem 3D-Drucker verfügt unsere Schule jetzt auch über ein sehr einfach zu handhabendes CNC Schmelzschneidesystem für Polystyrolschaum. Es eignet sich besonders für den Einsatz in den MINT-Fächern: In Mathematik lassen sich geometrische Körper im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“, im Bereich Technik können Experimentierobjekte selbst hergestellt werden und bei alledem werden auch noch das dreidimensionale Vorstellungsvermögen und die Kreativität gefördert. Möglich gemacht hat diese Anschaffung freundlicherweise der Förderverein des dbg, dem an dieser Stelle der Dank der gesamten Schulgemeinschaft gilt. Wir freuen uns auf spannende Projekte und den Einsatz unserer neuen FiloCut. Ihre Praxistauglichkeit wird sie bereits im kommenden Schuljahr in unserem neuen NwT-1 Profil unter Beweis stellen können und den jüngsten NwT‘lern am dbg die Möglichkeit geben, moderne Produktionstechniken handelnd und produktorientiert zu erleben. Der ganzheitliche Ansatz, von der Idee über die Entwicklung und Optimierung bis zum fertigen technischen Produkt, eröffnet den Schülerinnen und Schülern einen neuen, kreativen Zugang zur Technik. (Le)

Hauptstadtforum Berlin – MINT-Spitzentalente zu Gast in Adlershof

Nirgendwo wird der Charakter des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC so deutlich wie beim mittlerweile jährlich stattfindenden Hauptstadtforum in Berlin. Das MINT 400 ist die bundesweit größte Netzwerkveranstaltung des MINT-EC für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte. Dabei geht es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einerseits darum, untereinander Kontakte zu knüpfen und sich mit MINT-Interessierten aus ganz Deutschland auszutauschen. Der Netzwerkgedanke reicht aber noch viel weiter: Der Technologiepark Adlershof, Berlins wichtigster Wirtschafts-, Wissenschafts- und Medienstandort, lud ein, mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ins Gespräch zu kommen und somit wichtige Eindrücke für eine mögliche berufliche Zukunft zu sammeln.

Mit Johanna Haußmann, Leonie Ocker und Florian Schweizer (im Bild von rechts nach links) reisten auch wieder drei Filderstädter MINT-Talente nach Berlin. Die Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums besuchen derzeit die Jahrgangsstufe 11 und wurden von ihren Lehrerinnen und Lehrern quasi als Lohn für großartiges Engagement im Bereich MINT ausgewählt, das dbg beim MINT 400 zu repräsentieren.

Mit großem Interesse und Neugier nutzten alle die Chance, die vielfältigen Möglichkeiten von MINT-Forschung, -Studiengängen und -Berufen auf einem Bildungsmarkt mit 35 Ausstellern aus Wirtschaft und Wissenschaft zu erkunden. Darüber hinaus lernten sie in Fachvorträgen spezifische MINT-Themen, wie zerstörungsfreie Materialprüfung, Glas als Basismaterial regenerativer Energien oder Potentiale der Gentechnik, kennen. MINT wurde für die zukünftigen Fachkräfte somit in all seinen Facetten erfahrbar und die großartigen Zukunftschancen in diesem Bereich wurden aufgezeigt.

Am zweiten Tag hieß es dann mitunter früh aufstehen, um rechtzeitig bei einem der angebotenen und über das gesamte Stadtgebiet verteilten Wissensworkshops zu forschen und zu experimentieren. Die Wahl der dbg-Schülerinnen und -Schüler fiel dabei auf das Deutsche Elektronen Synchrotron (DESY) in Zeuthen (Leonie Ocker), Magnesium – die „Diva“ unter den Metallen (Johanna Haußmann) sowie das Thema GPS und die Bedeutung der Mathematik (Florian Schweizer). Den Abschluss dieses Kongresses bildete eine Abendveranstaltung, professionell moderiert von Kerstin von der Linden (WDR). Prof. Dr. Markus Roth (TU Darmstadt) hielt einen wissenschaftlichen Vortrag zur Physik von Star Trek und Co. Darin stellte er prominente Techniken aus dem Science-Fiction-Bereich vor und diskutierte auf höchst unterhaltsame Weise deren Umsetzbarkeit in der Realität. Weitere Höhepunkte des Abends waren die Auszeichnung der sieben besten deutschen Schüler des Internationalen Chemiewettbewerbs des Royal Australian Chemical Institute (RACI), bei dem Deutschland exklusiv von MINT-EC-Schülerinnen und -Schülern vertreten wird, und das Finale des ersten MINT-EC-SchoolSlams in Zusammenarbeit mit dem British Council.

Neben den einzelnen Programmpunkten und nach dem offiziellen Ende des Kongresses blieb für die dbg-Delegation noch genügend Zeit, um gemeinsam auch die Stadt Berlin zu erleben und beim Sightseeing durch Berlin-Mitte oder in einem Restaurant im Szenebezirk Friedrichshain die Erlebnisse des MINT 400 Revue passieren zu lassen – logisches Fazit: MINT macht Spaß und bietet großartige Chancen für die Zukunft. (Le)

dbg erhält neuen, exklusiven Bildungsgang

An Zertifikaten wie „MINT-freundliche Schule“ oder „MINT-EC Schule“, die u. a. auch am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium auf einen ausgeprägten MINT-Schwerpunkt verweisen und sich an vielen Bildungseinrichtungen des Landes großer Beliebtheit erfreuen, mangelt es in der Region nicht. Einen gymnasialen Bildungsgang, der neben der ersten Fremdsprache Englisch das Kernfach Naturwissenschaft und Technik sowie Spanisch als zweite Fremdsprache miteinander kombiniert, suchte man bislang jedoch vergebens. Dies wird sich zum kommenden Schuljahr (2016/2017) ändern. Grund dafür ist die Genehmigung eines Antrags des dbg zur Teilnahme am sog. Schulversuch NwT-1.

Was verbirgt sich hinter NwT-1? Kurz gesagt tauschen das Fach NwT und die 2. Fremdsprache ihren Platz im Bildungsgang. Dies bedeutet, dass für Schülerinnen und Schüler, die sich für das Profil NwT-1 entscheiden, zunächst (in Klasse 6) anstatt der 2. Fremdsprache das Kernfach NwT auf dem Stundenplan steht und die zweite Fremdsprache dann automatisch in den Klassen 8 bis 10 (mit einem Vorkurs in Klasse 7 und insgesamt 14 Wochenstunden) folgt.

Bei NwT-1 handelt es sich also um die Bereitstellung eines ergänzenden, begabungsgerechten Angebots für naturwissenschaftlich-technisch interessierte Schülerinnen und Schüler. In einer Welt, deren Gegenwart und Entwicklung stark von naturwissenschaftlichem Erkenntnisgewinn und technischen Innovationen geprägt ist, sieht Claudia Stuhrmann (Ministerialrätin am Kultusministerium Baden-Württemberg) in den Bestrebungen des dbg einen „innovativen Schritt zur pädagogischen Weiterentwicklung des Gymnasiums“. Der interdisziplinäre Ansatz des Faches NwT sowie seine enorme gesellschaftliche Bedeutung in den Lebensbereichen Mobilität, Kommunikation oder Medizin bis hin zur Energie-, Nahrungs- und Rohstoffversorgung machen deutlich, wie gut dieses Fach die Leitperspektiven des neuen Bildungsplans bedienen kann. Die Erweiterung von Naturwissenschaft und Technik zu einem fünfjährigen Bildungsgang beginnend ab Klasse 6 und die Kombination mit Spanisch als zweiter, verbindlicher Fremdsprache bietet darüber hinaus eine große Chance, rollenspezifische Einstellungen und Verhaltensweisen zu überwinden. An vielen Beispielen zeigt sich, dass insbesondere die Begeisterung von Mädchen, wie sie im Fächerverbund BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik) bzw. für das Fremdsprachenlernen zu beobachten ist, auch positive Effekte auf die Wahl des NwT-1 Bildungsgangs und damit für die Förderung von Mädchen im Bereich MINT haben kann.

Neben unserem neuen NwT-1 Profil haben Schülerinnen und Schüler darüber hinaus selbstverständlich weiterhin die Wahl zwischen den bereits etablierten Profilen S-Profil (Englisch – Französisch – Spanisch) und unserem N-Profil (Englisch – Französisch – NwT). Aufbauend auf die für alle verbindliche erste Fremdsprache Englisch lassen sich am dbg zukünftig also drei inhaltlich differenzierte Bildungsgänge für die Jahrgangsstufen 6 – 10 auswählen, die dann in einer gemeinsamen zweijährigen Kursstufe münden. Hier besteht die Möglichkeit, alle profilspezifischen Fächer (Französisch, Spanisch und NwT) bis zum Abitur fortzuführen.

Wir freuen uns über die positive und anerkennende Rückmeldung zu unserer NwT- bzw. MINT-Konzeption und die damit verbundene Genehmigung unseres Antrags. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Filderstadt als Schulträger und dem Regierungspräsidium Stuttgart für ihre jeweilige Unterstützung. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten mit Nachdruck an der Ausgestaltung unseres neuen NwT-1 Bildungsgangs arbeiten und sind uns sicher, den Schülerinnen und Schülern am dbg ein sehr attraktives und zukunftsorientiertes Profil bieten zu können. (Le)

Roborace 2015

Auch dieses Jahr veranstaltete die Universität Stuttgart ihren alljährlichen Roborace-Wettbewerb, bei welchem Studenten- und Schülerteams in anspruchsvollen Aufgaben vor besondere Herausforderungen gestellt werden. Für das dbg gingen Tobias Schweizer (10), Florian Schweizer (J1), Felix Preuschoff (J2) und Markus Vogler (J2) an den Start. Die diesjährige Aufgabe beschäftigte sich mit dem aktuellen Thema des autonomen Fahrens. Ein selbst entworfenes Auto musste einer schwarzen Linie folgen und gleichzeitig einen vorgegebenen Abstand zu einem Vorderauto halten, welches jedoch nicht auf dieser Linie fuhr und seine Geschwindigkeit ständig änderte. In der Qualifikationsrunde mussten die Teams beweisen, „dass sie es verdient haben, an dem Wettbewerb teilzunehmen“, wie es Prof. Dr.-Ing. Frank Allgöwer formulierte. Diese überstand unser Team ohne Probleme und konnte souverän in die Vorrunde starten. Von Runde zu Runde wurde die Aufgabe anspruchsvoller und die Anzahl der Teams nahm ab. Unser Team konnte seine Leistung von Mal zu Mal steigern und sicherte sich damit einen Platz im Finale! Dieses fand am 04.12.15 an der Universität Vaihingen statt. Dieses Jahr gewannen ausschließlich Schülerteams! Jedoch war die Konkurrenz zu stark, so dass es trotz erfolgreicher Bewältigung der Aufgabe für unser Team leider nicht zu einer Platzierung reichte. Wir möchten euch an dieser Stelle ganz herzlich zu dieser tollen Leistung gratulieren! (MH)

Praktikum bei SonoBihr

Im Rahmen des NwT-Moduls Medizintechnik in Klasse 10 hatten wir auch dieses Jahr die Möglichkeit, bei der Firma SonoBihr ein Schülerpraktikum durchzuführen. Nach einer kurzen Einführung in die Geräte und deren Bedienweise durch Herrn Bihr durften unsere Schüler selbst aktiv werden und an vier Geräten unterschiedliche Organe untersuchen und schallen. Neben der reinen bildlichen Darstellung konnten auch Auflösungsproben und eine Dopplersonografie zur Untersuchung des Blutflusses erlebt werden. Herr Bihr bietet uns mittlerweile schon seit 2009 die spannende Gelegenheit, das theoretisch erworbene Wissen zu erleben. Herr Bihr nimmt sich dabei stets viel Zeit für uns, wofür wir ihm herzlich danken wollen! Ein großartiges Engagement, welches den Unterricht stets bereichert. (MH)

Aus Kohle wird Strom – Besichtigung des EnBW-Steinkohlekraftwerks in Altbach/Deizisau

Im Rahmen des NwT-Moduls Energie, Energietechnik und Nachhaltigkeit besuchten die Klasse 10b, Herr Reißig und Herr Metzger gemeinsam am 02. Dezember das EnBW-Steinkohlekraftwerk in Altbach/Deizisau. Nach einem theoretischen Überblick im EnBW-Infocenter über die derzeitigen Energieumwandlungsmöglichkeiten, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen mit einfließen lassen konnten, gab es ein kleines Frühstück zur Stärkung für den Rundgang. Der Rundgang durch die Anlage führte vorbei an Kohlemühlen, Brennkessel, Kühltürmen, Rauchgasreinigungsanlagen sowie weiteren wesentlichen Bestandteilen eines Kohlekraftwerkes. Beeindruckend waren die Dimensionen der einzelnen Anlagen und welch hoher Aufwand betrieben werden muss, um am Ende eine drehende Welle zu erzeugen, die einen verhältnismäßig kleinen Generator antreibt. Die Schülerinnen und Schüler haben hautnah erlebt, wie der Strom in die Steckdose kommt. (Mr)

Chemie-Olympiade 2016

Auch dieses Jahr wird die Chemie-Olympiade-Tradition am dbg fortgesetzt. Drei Schülerinnen haben an der Chemie-Olympiade für das Jahr 2016 teilgenommen. Johanna Haußmann (J1) und Alisa Weinmann (J2) konnten sich für die zweite Runde qualifizieren. Aylin Akpinar wurde für die erfolgreiche Teilnahme an der ersten Runde geehrt.

Der Wettbewerb Internationale Chemie Olympiade richtet sich mit seinen anspruchsvollen Aufgabenaufstellungen an chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Das Niveau geht dabei weit über den gewöhnlichen Schulstoff hinaus und erfordert von den Teilnehmern ein besonderes Maß an Chemiekenntnissen. Wer es in den folgenden drei Runden unter die besten vier Teilnehmer schafft, reist als Mitglied einer deutschen Chemie-Delegation im Juli 2016 zum internationalen Wettbewerb nach Russland.

Die vielen und sehr erfolgreichen Teilnahmen an MINT-Wettbewerben sind Ergebnis unserer Bestrebungen, unsere Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern. Als zertifizierte MINT-EC-Schule haben wir in besonderem Maße Möglichkeiten, unseren Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an vielen MINT-Wettbewerben zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen. Weitere Informationen, auch zu unserer Wettbewerbs-AG, gibt es hier oder bei Frau Müller-Heer und Herrn Metzger. (Mr)

V. l. n. r.: M. Metzger, J. Haußmann, A. Weinmann, P. Bizer, A. Akpinar

MINT-EC Schulleitertagung 2015

Rückblick auf unser erstes Jahr im nationalen Excellence-Schulnetzwerk

Im Herbst 2014 im Rahmen der Schulleitertagung in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover erhielt das dbg als Anerkennung und Auszeichnung für sein herausragendes Engagement im MINT-Bereich das Zertifikat „MINT-EC Schule“ verliehen. Wie der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Gollub bei der diesjährigen Tagung in Würzburg noch einmal ausdrücklich hervorhob, geht es dabei jedoch weniger um ein Label, „das Schulen sich an die Tür heften“, sondern vielmehr um die Aufnahme und die Partizipation in einem bundesweiten Excellence-Schulnetzwerk mit einem breiten Veranstaltungs-und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichem Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen, von dem vor allem die rund 270.000 Schülerinnen und Schüler der deutschlandweit nunmehr 247 Gymnasien profitieren sollen.

Genau hierauf hat auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in den vergangenen 12 Monaten großen Wert gelegt. Wie sich in Gesprächen mit Mitgliedern und Senior Experts des MINT-EC zeigte, ist man auf Seiten der Verantwortlichen des Netzwerks erfreut über das große Engagement seitens unserer Schule. Dazu zählen die Teilnahmen an Lehrerworkshops im Rahmen der Schulleitertagungen 2014 und 2015, bei denen wir u.a. interessante Impulse zum fächerverbindenden Unterricht, Angebote aus dem IT-Cluster oder mögliche Erasmus-Projekte kennenlernten, die sich zwischenzeitlich auch in Konzepten und Fachcurricula, wie beispielsweise unserem Basiskurs Medienbildung (Klasse 5), bemerkbar machen, und darüber hinaus auch Fortbildungen des Netzwerkpartners Siemens beispielsweise zum Thema Mikrotechnologie.

Um das Engagement unserer Abiturientinnen und Abiturienten auch entsprechend zu würdigen, gehören wir darüber hinaus zu den ersten Netzwerkschulen, die das MINT-EC-Schülerzertifikat verliehen haben. Im zurückliegenden Schuljahr wurden hiermit bundesweit knapp 600 Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet.

Das große Interesse und Engagement in der Schülerschaft zeigt sich am dbg u.a. am Besuch des Hauptstadtforums MINT 400 in Berlin, an dem sich gleich vier Kursstufenschüler in unterschiedlichen Workshops („AntMe!“ am Hasso-Plattner-Institut, „School_Lab“ am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, „Magnetismus und Supraleitung“ am Helmholtz-Zentrum, „Von der DNA zum Protein“ am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin) beteiligten.

Für uns leistet das nationale Excellence-Netzwerk von MINT-EC einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zur MINT-Nachwuchsförderung, zur Anbindung des Fachunterrichts an den aktuellen Stand der Forschung sowie zur qualitativen Schulentwicklung. Hierzu passen auch die aktuellen Bestrebungen am dbg, mit der Teilnahme am Schulversuch NwT-1 schon bei Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 6 Interesse an MINT-Themen zu wecken, ihnen einen alternativen Bildungsgang mit Schwerpunkten in Naturwissenschaft und Technik zu bieten und so schon frühzeitig insbesondere auch das Talent, die Kreativität und die Begabungen von Schülerinnen im Bereich MINT zu fördern. (Le)

Wir.Unternehmen.MINT

So lautete der Titel einer Veranstaltung, die von der Baden-Württemberg-Stiftung in Kooperation mit der Wissensfabrik am 13.10.2015 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ausgerichtet wurde. Dass der Nachwuchs in MINT-Berufen einer besonderen Förderung bedarf, gehört vor dem Hintergrund aktueller und künftiger Herausforderungen – Stichworte: demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Industrie 4.0, Digitalisierung – inzwischen nahezu an allen Schulen zum Gemeingut. Am dbg wurde diese Notwendigkeit bereits sehr früh erkannt, was konzeptionell u. a. darin mündete, dass wir uns im Schulentwicklungsprozess einen MINT-Schwerpunkt gaben. Für die hervorragende Ausrichtung dieses Schwerpunktes erhielten wir in den vergangenen Jahren die begehrten Auszeichnungen als MINT-freundliche Schule sowie MINT-EC-Schule.

Doch die Zeit steht – gerade im Bereich MINT(!) – nicht still, dies verdeutlichten auch die zahlreichen Projekte, Initiativen und Bildungsangebote, die bei der Veranstaltung Vertretern aus Bildung, Wirtschaft und Politik vorgestellt wurden. Diese Gelegenheit, neue Impulse zur Erweiterung des MINT-Angebots am dbg zu erhalten, ließen sich die Abteilungsleiter Dirk Lehmann und Jonas Rau nicht nehmen. Hierzu boten verschiedene Workshops, u. a. zu Bildungspartnerschaften, Berufsorientierung und Erfinderclubs, interessante Einblicke in die MINT-Förderung an anderen Schulen bzw. in Kooperationen von Schulen und Wirtschaft. Auch hier zeigte sich eine enge Verzahnung von MINT und Berufsorientierung, die in dieser Verbindung auch vielfach am dbg umgesetzt wird. Auch in der abschließenden, hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion verwiesen die Diskussionsteilnehmer – Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Dr. Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender Daimler AG), Franz Fehrenbach (Vorsitzender des Bosch-Aufsichtsrates), Prof. Dr. Ortwin Renn (Universität Stuttgart) und Karin Winkler (Schulleiterin Eberhard-Ludwigs-Gymnasium Stuttgart) – auf die Herausforderung, jungen Menschen Lust auf MINT-Berufe zu machen und ihnen Perspektiven in der faszinierenden MINT-Welt aufzuzeigen.

Dieser Herausforderung stellt sich das dbg – wir freuen uns schon darauf, unser MINT-Angebot innovativ weiterzuentwickeln. (Ru)

"Mobilität verbindet" - Besuch der IAA 2015

"Mobilität verbindet" - so lautete das Motto der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. 36 Schüler/innen der Klassenstufe 10-12 ließen sich die Einladung des Verbands der Automobilindustrie nicht entgehen und besuchten am 25.09.2015 diese international bedeutende Fachmesse: Nicht allein um die neuesten Modelle der Hersteller zu bestaunen, sondern auch, um Einblicke in berufliche Möglichkeiten der Automobilbranche zu gewinnen. Hierzu referierten Barbara Texter von der Continental AG und Prof. Dr.-Ing. Stephan Rinderknecht von der TU Darmstadt. Beide betonten, welch interessante und vielfältige Chancen und Perspektiven die Branche zu bieten hat, aber auch, welche Anforderungen an künftige Mitgestalter von automobiler Mobilität gestellt werden. Im Anschluss erkundeten die Schüler/innen drei Messestände, wo sie von Mitarbeitern sowohl über technische Aspekte als auch Fragen der Berufsorientierung informiert wurden. Nach dem offiziellen Programm hatten alle Schüler/innen 3,5 Stunden Gelegenheit, eigenständig die Messe und die Faszination Automobil zu erkunden - die Zeit verging wie im Fluge, was bei der Menge an Ausstellern nicht verwundert.

Wir blicken zurück auf eine sehr informative und rundum gelungene Exkursion - in zwei Jahren werden wir sicher wieder dabei sein! (Ru/Le)

Markus Vogler bei der Deutschen Schülerakademie

PGP-Pretty Good Privacy ist vor allem seit dem Bekanntwerden des Abhörens durch den amerikanischen Geheimdienst NSA ein viel genanntes Stichwort. Wie schütze, also verschlüssele ich Nachrichten, sodass es für einen Dritten fast unmöglich ist, den Inhalt der Nachricht zu lesen? Unter diesem Aspekt nahm ich, Markus Vogler, an der Deutschen SchülerAkademie in Roßleben mit 95 weiteren Schülern aus Deutschland teil. Im Kurs PGP, einem von sechs Kursen, wurden wir Teilnehmer in die mathematischen Grundlagen von verschiedenen aktuellen Verschlüsselungsmethoden eingeführt. Die erarbeiteten Methoden setzten wir mittels Python, einer einfach zu erlernenden Programmiersprache, direkt um. Neben dem Kurs stand auch die Freizeit mit den anderen Teilnehmern im Vordergrund, welche durch Schachturniere, Volleyballspiele, Poetry-Slams, Band, Exkursionen, etc. gefüllt wurde. (Markus Vogler, Kl. 12)

Deutsche SchülerAkademie

Bei der Deutschen SchülerAkademie handelt es sich um ein außerschulisches Programm zur Förderung besonders leistungsfähiger und motivierter Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe. Die Akademien finden in den Sommerferien statt und dauern jeweils 16 Tage. Sie bestehen aus sechs Kursen mit Themen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Die fachliche Arbeit in den Kursen wird durch zahlreiche kursübergreifende Angebote (z.B. Sport, Musik, Theater, Exkursionen, Vorträge) ergänzt. Insgesamt bieten die Akademien den Schülerinnen und Schülern eine intellektuelle und soziale Herausforderung, die ihnen neue, weitreichende Erfahrungen vermitteln soll. Die Akademien regen zum interdisziplinären Denken und Arbeiten an und ermöglichen die Begegnung mit Gleichaltrigen, die ebenso besondere Fähigkeiten und Interessen in unterschiedlichsten Bereichen besitzen. So lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer andere, neue Denkansätze kennen, blicken über den Horizont der bisherigen Lebens- und Erfahrungswelt hinaus und werden ggf. an die Grenzen ihrer Leistungskraft herangeführt. Der Deutsche Bundestag gab 1993 seine Zustimmung zur Etablierung der Deutschen SchülerAkademie als dauerhafte Maßnahme im Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung; 1994 hat auch die Kultusministerkonferenz ein zustimmendes Votum für diesen Ansatz zur Begabtenförderung abgegeben. Die Deutsche SchülerAkademie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Träger ist die Bildung & Begabung gemeinnützige GmbH. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Quelle: https://www.deutsche-schuelerakademie.de/

3. Platz beim Microcontrolling-Wettbewerb

Am 2. und 3. Juli 2015 nahmen Jonathan Brielmaier, Felix Preuschoff und Markus Vogler in Begleitung von Herrn Metzger an einem Wettbewerb am Ernst-Sigle-Gymnasium in Kornwestheim teil, bei dem es darum ging, mittels des Mikrocontrollers ArduinoMega Algorithmen für ein Fahrzeug zu entwickeln und zu programmieren, sodass es am Ende Aufgaben wie das Fahren durch ein Labyrinth oder das Aufsammeln zufällig verstreuter Büroklammern ohne Berührung eines Hindernisses erfolgreich meistern konnte. Die Programmierung von Mikrocontrollern wird in der digitalen Welt beispielsweise durch die „Industrie 4.0“ und das „Internet der Dinge“ immer wichtiger, schon ein heutiges Auto besitzt zwischen 150 und 200 Mikrocontrollern. Nach einer kurzen Einführung in die Programmierung des Mikrocontrollers und das Auslesen und Auswerten von Umgebungsdaten begann der eigentliche Wettbewerb, an dem zehn Teams aus dem Raum Stuttgart teilnahmen. Die Aufgaben waren das autonome Abfahren eines Rechteckes mit unbekannter Seitenlänge, das autonome Durchfahren eines Labyrinthes und das Aufsammeln verstreuter Büroklammern. Das Team des dbg konnte sich durch taktische und erfolgreiche Programmierung der Fahr- und Suchalgorithmen einen 3. Platz sichern! (M. Vogler, Kl. 11)

dbg verleiht erstmals MINT-EC-Schülerzertifikate

Das MINT-EC-Zertifikat wird als Auszeichnung an Abiturientinnen und Abiturienten verliehen, die sich während ihrer gesamten Schullaufbahn über den Unterricht hinaus im MINT-Bereich engagiert haben. Die ersten beiden Schüler, die sich am dbg mit dieser Auszeichnung schmücken dürfen, sind Christoph Kertzscher und Philipp Staiger, die neben sehr guten Leistungen in ihren MINT-Neigungskursen insbesondere durch herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des Seminarkurses „Innovationsprozesse“ sowie ihr großes und vielfältiges, über den Unterricht hinausgehendes Engagement auffielen. Beide waren als Schülermentoren im Bereich Informatik / ITG tätig, erfolgreiche Teilnehmer bei mehreren MINT-Wettbewerben und dokumentierten auch im Rahmen der Berufsorientierung ihr vielfältiges naturwissenschaftlich-technisches Interesse.

Die Vergabe des MINT-EC-Zertifikats beginnt ab dem Schuljahr 2014/15 und erfolgt ausschließlich an den bundesweit knapp 250 MINT-EC-Schulen. Die ständige Konferenz der Kultusminister der Länder (KMK), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING.) sowie die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbande (BDA) und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall unterstützen die Verleihung dieses Zertifikats, das allen Institutionen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Bundesländer unabhängige Einordnung der Schülerleistungen sowie der Anforderungsniveaus bei den zahlreichen Schüler-MINT-Wettbewerben, Schüler-MINT-Camps, Schüler-Akademien und anderen MINT-Angeboten für Schülerinnen und Schüler bietet.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gratuliert seinen Abiturienten Christoph Kertzscher und Philipp Staiger zu ihren Auszeichnungen und wünscht alles Gute für ihre Zukunft. (Le)

dbg-„Häuslebauer“ erhalten Förderung der EnBW

„Der Wettbewerb energy@school motiviert Schülerinnen und Schüler dazu, kreative Energiespar-Projekte an der Schule umzusetzen. Sie lernen dabei, mit Ressourcen nachhaltig umzugehen und damit auch ihre Zukunft zu sichern. Solche Projekte sind ein Beispiel dafür, wie die Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der neuen Bildungspläne ab 2016 an den Schulen schon heute gut aufgegriffen werden kann.“ (Andreas Stoch, MdL, Minister für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg)

Einmal mehr wussten Schülerinnen und Schüler des dbg genau durch diese Kreativität zu überzeugen und sicherten sich eine Förderprämie von 500 Euro zur Durchführung ihres Projekts. Im NwT-Unterricht galt es, ein Modellhaus zu konzipieren, mit dessen Hilfe unterschiedliche Parameter der Wärmedämmung qualitativ untersucht werden können. Neben der intensiven physikalischen Auseinandersetzung mit den Phänomenen des Wärmetransports konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b dabei auch Planungskompetenzen entwickeln und in einer langen praktischen Unterrichtsphase schließlich ihre individuellen Konzeptionen realisieren. Das Ergebnis, acht Modellhäuser mit unterschiedlichsten Dämmstoffen von Holzwolle über Styropor, Lehm, Zellulose, Steinwolle oder Heu, exakt bemessenen Wandstärken von 10 bis 30 mm und teilweise aufwändigen Doppelt- und Dreifachverglasungen, beeindruckten dann auch die Experten der EnBW sowie Vertreter des yaez-Verlags, die es sich nicht nehmen ließen, den von allen mit Spannung erwarteten thermographischen Aufnahmen als Gäste beizuwohnen.

Jedes Modellhaus wurde dazu mit einer Wärmflasche „beheizt“ und anschließend mit einer hochauflösenden Wärmebildkamera von allen Seiten fotografiert. Die Ergebnisse übertrafen dann sogar die Erwartungen. Bei allen Häusern waren deutlich Unterschiede im Dämmverhalten zu beobachten, Wände mit wärmereflektierenden Metallfolien zeigten eine deutlich niedrigere Außentemperatur als vergleichbare Referenzwände ohne diese Maßnahme und auch die extrem hohen Dämmeigenschaften von natürlichen Dämmstoffen wie beispielsweise Lehm wurden für alle Beteiligten deutlich sichtbar.

Wir bedanken uns bei der EnBW, dem yaez-Verlag und insbesondere bei Herrn Müller (Netz BW), die es uns als MINT-EC-Schule durch ihre großzügige Unterstützung ermöglicht haben, im Rahmen unserer NwT-Konzeption dieses spannende, an der Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler orientierte Projekt durchzuführen – ganz im Sinne der Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des neuen gymnasialen Bildungsplans. (Le)

Großes Treffen beim mikromakro-Regionalmeeting

Am 6. Mai 2015 lud mikromakro, ein Programm der Baden-Württemberg-Stiftung zur Förderung junger Talente im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, alle Teams ins Technikmuseum Sinsheim ein. Schon um 7.45 Uhr starteten wir am dbg und dank voller Autobahnen aufgrund des Bahnstreiks war unser Zeitpuffer schnell aufgebraucht, so dass wir kurz vor Beginn eintrafen.

Nach einer kleinen Stärkung begann das Programm im 3D-Kino mit einer kurzen Begrüßung, welcher ein Erfahrungsaustausch folgte. Dabei stellten Teams ihre Arbeiten aus unterschiedlichen Bereichen vor. Der Erfindungsreichtum und die Ideen der Teilnehmer waren beeindruckend und die Selbstverständlichkeit, mit der die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte präsentierten, ebenfalls bemerkenswert. Nach einem reichhaltigen Mittagessen begann eine zweistündige Museumsführung. Neben Meilensteinen der Automobilgeschichte, wie einem Nachbau des ersten Autos, werden auch Highlights moderner Technik und wahre Raritäten, die es teilweise nur in sechsfacher Stückzahl gibt, ausgestellt. Eine weitere Besonderheit war die Besichtigung der Concorde und der Tupolev, welche beide nach ihrer Stilllegung einen Platz im Museum gefunden haben.

Nach ausgesprochen gelungenen Vorträgen und einer interessanten Führung machte sich unser Team am späten Nachmittag auf den Rückweg und kam pünktlich am dbg an. (MH)

„Morgens, halb elf in Deutschland“ - Sonnenfinsternis über Filderstadt

Die Konstellation, dass sich der Mond zwischen die Erde und die Sonne schiebt, tritt im Laufe eines Jahres eigentlich in schöner Regelmäßigkeit (bei jedem der gut 27-tägigen Umläufe des Mondes um die Erde) auf. Die Tatsache, dass dabei aber der Mondschatten die Erde trifft, ist vielen Schülerinnen und Schülern nur aus der Theorie des Physik- und Astronomieunterrichts bekannt.

Der Besonderheit dieses äußerst seltenen Ereignisses geschuldet, trieb es daher auch unsere Schülerinnen und Schüler am Vormittag des 20. März 2015 nach draußen. Bei wolkenlosem Himmel über Filderstadt konnte dieses einzigartige Naturschauspiel durch Spezialbrillen beobachtet werden, die wie selbstverständlich von Klein zu Groß durch die gesamte Schülerschaft wanderten. Im wahrsten Sinne des Wortes wurde die Leinwand-Projektion durch unser schuleigenes Teleskop zum „Highlight“ der Himmelsbeobachtung. Die bis zu 72%ige Verdunklung der Sonne war hier für jedermann auch ohne Schutz der Augen gefahrlos zu beobachten, wenn auch, so der fachkundige Hinweis eines Schülers, seitenverkehrt, was bei der kreisrunden Projektion aber sicherlich nur Spezialisten ins Auge fiel. (Le)

Nichtlineare Physik – dbg beteiligt sich an Projekt der Freien Universität Berlin

Clustering-Experiment - „Viele sammeln sich bei vielen“

Seit etwa einem halben Jahr ist das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium MINT-EC-Schule und schon ist zu erkennen, dass die Schule aktiv im Netzwerk partizipiert und sich immer neue, exklusive Angebote zur Ausgestaltung des MINT-Schwerpunktes am dbg ergeben.

Der neueste Baustein ist ein Projekt des Instituts für Didaktik der Physik an der Freien Universität Berlin (FU Berlin). Moderne Inhalte der Physik sollen dabei mittels Experimentiermaterialien für Schulen zur Verfügung gestellt werden und damit eine aktive Verbindung für die Berufsfelder Forschung und Entwicklung in den MINT-Fächern geschaffen werden.

Dafür bietet sich der Themenbereich der Nichtlinearen Physik in ganz ausgezeichneter Weise an. Er beschäftigt sich mit dem Verhalten komplexer Systeme und ist vielfach in der Alltagswelt vorhanden, z. B. Wolkenbildung, Schwarmverhalten, Ursachen von Erdrutschen, u. v. m. Zusätzlich bietet dieser Themenbereich den enormen Vorteil, dass man experimentell auf Schulniveau arbeiten kann. Und genau hier erhält das dbg als eine von bundesweit 30 Versuchsschulen die Unterstützung der FU Berlin. Ein Experimentierkoffer wird der Schule kostenlos zur Verfügung gestellt, dazu kommen Handreichungen, Dokumentationen und Arbeitsblätter, die nach den Plänen der Fachschaft in der Kursstufe zum Einsatz kommen sollen und insbesondere den Unterricht im Neigungskurs nach dem schriftlichen Abitur an aktuelle Hochschulforschung heranführen sollen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt auch während der Umsetzung von der FU Berlin. (Le)

MINT-400 - Das Hauptstadtforum des Mint-EC 2015

Grüner Tee - das neue In-Getränk gegen Alzheimer?

Die molekulare Erforschung von Alzheimer sowie moderne Medizintechnik und Prothetik waren einige der vielen beeindruckenden Themen, mit denen wir uns auf dem MINT-400 Hauptstadtforum am 12/13.02.2015 in Berlin auseinandersetzten. Dieses Jahr stand es unter dem Motto „Technologien und Lösungen für die Welt von morgen“.

Obwohl uns der Streik der Piloten Komplikationen bereitete, konnten wir, Alisa Weinmann, Dominik Schäffer, Markus Vogler und Sophia Haußmann, in Begleitung von Frau Wirth wie geplant zum Auftakt der Veranstaltung am Max-Delbrück-Centrum (MDC) anreisen. Empfangen wurden wir durch einen Bildungsmarkt, bei dem wir uns mit verschiedenen Partnern und Unternehmen des Excellence-Schulnetzwerkes über Studienmöglichkeiten in MINT-Fachgebieten austauschten. Anschließend erfolgten die Begrüßungen durch Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender des MINT-EC, sowie durch Sponsoren und staatliche Vertreter. Passend zum Themenschwerpunkt erhielten wir Einblicke in die Erkenntnisse der Alzheimerforschung am MDC. Es folgten interessante Fachvorträge.

Nach einer kurzen Nacht starteten wir in unsere jeweiligen Workshops mit verschiedenen Themen:

 Am Abend fanden sich alle 400 Schüler und 50 Lehrer wieder zusammen am MDC. Gemeinsam wurde die Veranstaltung durch unterschiedlichste Programmpunkte wie die Vorstellung der MINT-EC Alumni und des Programms MILeNa, einer Präsentation zum erfolgreichen Forschen, sowie Danksagungen abgerundet. Ein besonderes Highlight bot der Science-Slam, bei dem vier Referenten ihre Forschungsergebnisse auf eine witzige Art, vergleichbar mit einem Poetry-Slam, darstellten. Mit dem Abendessen gingen die zwei gewinnbringenden Veranstaltungstage zu Ende. Gemeinsam mit vielen netten Leuten verbrachten wir den Abend in der Berliner Innenstadt. Den Samstag nutzen wir für Sightseeing (East-Side-Gallery, Brandenburger Tor ...) und Shoppen.

Insgesamt bot uns das MINT-EC Hauptstadtforum einen guten Einblick in die verschiedenen Berufs- und Forschungsmöglichkeiten im MINT- Bereich und unterstützte unser Interesse an diesen Fachgebieten. Insbesondere für unsere spätere Studienwahl war die Veranstaltung sehr hilfreich.

Nach dem gelungenen Auftakt der Teilnahme von Schülern des dbg an einer MINT-EC-Veranstaltung steht für uns fest, dass diese lohnenswert und auch für weitere interessierte Schüler zu empfehlen sind. (Alisa Weinmann / Sophia Haußmann, Kl. 11)

Expedition N zu Besuch am dbg

Kurz vor Weihnachten machte der Truck von Expedition N drei Tage lang Station am dbg. Und das Programm konnte wahrlich überzeugen: Alle Schüler des naturwissenschaftlichen Zuges erhielten eine Führung von geschulten Mitarbeitern im Truck.

Zu unserem Curriculum der Klasse 10 passte dies hervorragend. Nachdem das Modul „Energie, Energietechnik und Klima“ fast abgeschlossen war, bildete die Führung einen gelungenen Abschluss. Das Highlight war für sie jedoch das Praktikum „Sonnenenergie nach dem Vorbild der Pflanze“, bei welchem eine sogenannte Grätzelzelle gebaut wurde. Bei einer solchen Farbstoffzelle kann, ähnlich wie bei der Photosynthese bei Pflanzen, aus Sonnenenergie Strom erzeugt werden.

Alle Schüler der Kursstufe hatten Gelegenheit, sich ebenfalls für ein Praktikum anzumelden. Hierbei konnte zwischen den beiden Praktika „Die Brennstoffzelle – Verbrennung ohne Feuer“ und „Strom aus Hefezellen und Zucker“ gewählt werden. Beide Praktika zielten darauf ab, sauberen Strom zu erzeugen.

Auch für die Öffentlichkeit war der Truck zugänglich. Zwei Nachmittage waren für Eltern, Freunde und interessierte Besucher reserviert. An einem Termin wurde ein spannender Vortrag zum Thema „Nachhaltigkeit – Was ist das eigentlich?“ geboten. An beiden Tagen konnte der Truck auch auf eigene Faust erkundet werden. Wissenschaftliche Mitarbeiter standen dabei für Fragen bereit.

Beim Besuch des Trucks an unserer Schule konnten wir viel über unser eigenes Verhalten in Bezug auf die Umwelt und Verbesserungsmöglichkeiten erfahren. Auch durch Forschung erreichte Verbesserungen wurden aufgezeigt. Insgesamt war der Besuch des Trucks an unserer Schule somit ein voller Erfolg! (MH)

dbg qualifiziert sich für die "MINT Champions League"

Diese und andere sportliche Vergleiche wurden von unterschiedlichen Vertretern aus Politik, Sport und Industrie während des abendlichen Empfangs in der HDI-Arena, der Heimat von Hannover 96, dem sportlichen Aushängeschild des diesjährigen Gastgebers der MINT-EC-Schulleitertagung (28. und 29. November 2014; Schillerschule Hannover), bemüht.

Im Rahmen dieser zweitägigen Veranstaltung begrüßte Heiner Hoffmeister, Ministerialdirektor im Niedersächsischen Kultusministerium, auch die Vertreter unserer Schule, die nun offizielles Mitglied des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC ist und nach der erfolgreichen Teilnahme am Auswahlverfahren 2014 das entsprechende Zertifikat ausgehändigt bekam. Wir freuen uns, jetzt Teil dieses „starken, kompetenten und kreativen Netzwerks“ zu sein und gemeinsam mit den 212 nationalen Excellence-Schulen „einen kraftvollen Beitrag zur Förderung der Qualität der MINT-Bildung in Deutschland“ zu leisten, ganz nach den Zielen und Vorstellungen von Wolfgang Gollub (Vorstandsvorsitzender des MINT-EC).

So treffend die Analogie zum Fußball die herausragende Stellung des MINT-EC und seiner Mitgliedsschulen beschreibt, so falsch ist der damit verbundene Wettkampf- und Konkurrenzgedanke. Während diverser Workshops, interessanter Fachvorträge und auch beim Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen anderer Bundesländer wurde immer wieder deutlich, dass es das Miteinander, die Kooperation mit Bildungsinitiativen oder die gemeinsame Arbeit in regionalen und überregionalen Clustern sind, die dieses Netzwerk auszeichnen und so erfolgreich machen. Das Miteinander wird hier groß geschrieben.

Im Rahmen eines Workshops zum Thema Medienschule konnten wir interessante Konzepte wie „bring your own device“ oder aber den Einsatz von 3D-Drucktechnik diskutieren. An anderer Stelle gab es dann umfassende Informationen zum „MINT-EC Schüler-Zertifikat“, von dessen exzellentem Konzept zukünftig unsere Abiturientinnen und Abiturienten profitieren könnten. Im Hauptvortrag von Prof. Dr. Bernd Ralle (Universität Dortmund) stand darüber hinaus die Unterrichtsentwicklung in den naturwissenschaftlichen Fächern auf dem Programm, während Prof. Dr. Michael Kobel von der TU Dresden zur Teilchenphysik referierte und dabei sowohl seine Arbeit am CERN mit einfließen ließ als auch das nationale Netzwerk Teilchenphysik vorstellte, was den Schulen umfassende Angebote machen kann, um eines der spannendsten und aktuellsten Gebiete der Physik im Rahmen des Neigungskursunterrichts für Schülerinnen und Schüler auch praktisch erfahrbar zu machen.

Es bleibt festzuhalten, dass wir von den zahlreichen Bildungsinitiativen als Partnern des MINT-EC und last but not least von den vielfältigen Erfahrungen an anderen Gymnasien in unserer Schul- und Unterrichtsentwicklung sicherlich sehr profitieren werden, umgekehrt aber auch wichtige Impulse unserer Arbeit am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ins Netzwerk einbringen können. Wir freuen uns daher auf die kommenden drei Jahre als Mitglied im nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC. (Le)

Viel Lob für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium im MINT-EC-Gutachten

Der Schuljahresbeginn ist wieder einmal Grund zur Freude am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Das Jury-Gutachten des nationalen Excellence-Schulnetzwerks „MINT-EC“ zeigte sich über die Bewerbung unserer Schule hoch erfreut und von der Darstellung des Konzepts „vollends überzeugt“.

Ein Blick auf die Statistik der offiziellen Presseerklärung zeigt, dass die Hürde, die das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium mit der Aufnahme in dieses Netzwerk übersprungen hat, sehr beachtlich ist. Bundesweit wurde bislang 212 Gymnasien dieser Excellence-Status verliehen, von den rund 380 Gymnasien Baden-Württembergs sind neben dem dbg (nur) 13 weitere MINT-EC Schulen in diesem Netzwerk organisiert und auch bei der diesjährigen Bewerberrunde lag die Auswahlquote bei etwas über 20%.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, hier einige Passagen des Jury-Gutachtens zur rund 25-seitigen Darstellung unserer MINT-Konzeption zu zitieren.

• Die Belegungsraten der MINT-Fächer sind hervorragend. Es werden alle Fächer als 4-stündige Neigungsfächer angeboten mit konstanten Belegungen. Hinzu kommt die Einführung von NwT als 2-stündiges Wahlfach als einziges Gymnasium der Region, dies hat die Jury beeindruckt.

• Gefallen hat der Jury auch das ITG-Konzept mit thematischen Modulen für die Stufe 5 bis 7.

• Im Bereich Wettbewerbe gibt es insbesondere in der Sek. II herausragende Teilnahmen. Es wäre schön, wenn dieser Bereich noch etwas ausgebaut würde und gerade in der Sek. I mehr Teilnehmer motiviert werden könnten, auch an Breitenwettbewerben teilzunehmen.

• Beeindruckt war die Jury von den umfangreichen Förderangeboten. Gut gefallen haben der Jury hier u.a. die Kurse in Mathematik, die einen Übergang von der Unterstufe zur Sek. I und von der Sek. I zur Sek. II erleichtern sollen.

• Es gibt enge Zusammenarbeiten mit Unternehmen, die nachhaltig gestaltet sind und in den Unterricht integriert werden.

• Es gibt ein umfassendes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung, bei dem MINT aufgrund der Schwerpunktsetzung prominent auftritt. Hierbei wird eng mit den Kooperationspartnern zusammengearbeitet.

• Es wird deutlich, dass alle Schwerpunkte gleichwertig nebeneinander bestehen und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium auf die Verknüpfung der einzelnen Schwerpunkte untereinander sehr viel Wert legt.

• Die Jury war von den Ausführungen zu den Erwartungen und der eigenen Einschätzung beeindruckt. Die Bewerbung als MINT-EC-Schule wird konsequent als Fortführung des Profilierungsprozesses in MINT gesehen. Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium stellt ehrlich dar, in welchen Bereichen Defizite bestehen und hofft auf Anregungen aus dem Netzwerk.

• Insgesamt hat die Bewerbung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums die Jury vollends überzeugt. Es ist eine ausführliche Bewerbung, die sehr durchdacht ist.

Die offizielle Aufnahme unseres Gymnasiums als MINT-EC-Schule wird am 28. November 2014 im Rahmen einer Schulleitertagung in Hannover erfolgen. Wir freuen uns über diese Anerkennung und hoffen, im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler von den vielfältigen Aktivitäten des Netzwerks profitieren zu können und uns unsererseits dort kooperativ einbringen zu können. (Le)

Imagefilm unseres Energieprojekts ist online

Wie wir bereits an dieser Stelle berichtet haben, begleitete ein Kamerateam des yaez-Verlags unsere Schülerinnen und Schüler bei Ihrem NwT-Projekt „Sonnenenergie – unser Antrieb im 21. Jahrhundert“.

Das Ergebnis ist jetzt gleich in unterschiedlichsten Kommunikationsplattformen zu sehen: Als Pilotprojekt der EnBW-Initiative „energy@school“ findet sich ein Foto auf der Website des Unternehmens. Auch das aktuelle Kundenmagazin der EnBW informiert über diese Initiative und hält einen kurzen Bericht des Pilotprojekts am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium bereit. Die entsprechende Seite des Kundenmagazins finden Sie hier.

Besonders interessant und in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich mit zahlreichen „Klicks“ belohnt ist ein knapp zweiminütiger Image-Film, den der yaez-Verlag, seines Zeichens engagiert für Jugendmedien und Bildungskommunikation, auf seiner youtube-Plattform veröffentlicht.

Wir wünschen an dieser Stelle viel Spaß damit. (Le)

Internationale Junior Science Olympiade

Zum ersten Mal haben Schülerinnen und Schüler des dbg an der Internationalen Junior Science Olympiade teilgenommen. Und das mit Erfolg! Julia Klein, Julia Geiger (Kl. 9b) sowie Tobias und Florian Schweizer (Kl. 8b und 9c) erhielten für ihre erfolgreichen Einsendungen eine Urkunde. Die Teilnehmer mussten chemische Experimente zum Thema Farbstoffe, Färbetechniken und Wärmeisolation planen, durchführen, auswerten und dokumentieren. Aus ca. 4000 Einsendungen qualifizierten sich die besten 600 Teilnehmer zur 2. Runde. Dies schafften Florian und Tobias. Sie mussten in der 2. Runde eine anspruchsvolle 2-stündige Klausur schreiben. Leider verfehlten sie nur ganz knapp den Einzug in die 3. Runde und damit die Chance auf eine Reise nach Sri Lanka. Das klappt dann bestimmt im nächsten Jahr! Herzlichen Glückwunsch zu diesen Leistungen!

Alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 können an diesem Wettbewerb teilnehmen. Die neue Runde beginnt im Januar. (Mr)

Physik-Neigungskurs: Traditioneller Schuljahresabschluss in München

Die bayrische Landeshauptstadt oder besser der Campus des Forschungszentrums Garching im Münchner Norden ist bereits zum wiederholten Male Ziel einer fachgebundenen Exkursion unseres Physik-Neigungskurses. Nach einem Jahr intensiver und engagierter Auseinandersetzung mit physikalischen Theorien, zugehörigen Experimenten und Praktika wartet auf die Schülerinnen und Schüler noch einmal ein echtes Highlight. An den letzten beiden Schultagen des Jahres stehen einmalige Einblicke in Institute und Labore der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität (TUM) München auf dem „Stundenplan“.

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching erforscht die physikalischen Grundlagen für ein Fusionskraftwerk, das Energie aus der Verschmelzung von leichten Atomkernen gewinnen soll. Von unserem Kurs kann an diesem Tag auch das größte Fusionsexperiment des Instituts, ASDEX Upgrade, besichtigt werden. Weitere Anlaufstellen der rund zweistündigen Führung sind die Stromversorgung der Experimente durch Stoßstromgeneratoren und das Besucherzentrum mit Exponaten zur Fusionsforschung. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Maier-Leibnitz-Laboratorium (MLL), eine Einrichtung für die experimentelle und theoretische Forschung auf dem Gebiet der Kern- und Teilchenphysik. Das Institut leistet wichtige Entwicklungsarbeit zu vielen Experimenten, die an Großforschungseinrichtungen wie dem CERN in Genf durchgeführt werden. Den Wissenschaftlern steht am MLL ein Teilchenbeschleuniger vom Typ „Tandem van de Graaff“ zur Verfügung, der bereits Gegenstand des Physikunterrichts war und jetzt vor Ort von der Gruppe besichtigt werden kann. Am Physik-Department der Technischen Universität München wartet Dr. Andreas Hauptner auf unsere dbg-Physiker. Auf der Agenda steht die Durchführung eines Versuchs aus dem physikalischen Grundpraktikum, bei dem anhand eines Drehpendels das Phänomen der harmonischen Schwingung und Effekte wie resonante Anregung studiert werden können. Zum Abschluss zweier sicherlich wieder lehrreicher, kurzweiliger und interessanter Exkursionstage können Schüler und Lehrer dann noch einmal die Perspektive wechseln und aus ingenieurswissenschaftlicher Sicht an einer Besucherführung im BMW-Stammwerk München teilnehmen. Spätestens hier wird auch dem gemeinen Besucher die Bedeutung physikalischer Grundlagenforschung für industrielle Fertigungsprozesse mehr als deutlich.

Die Vielfalt an Programmpunkten bietet hoffentlich für alle Teilnehmer die Gelegenheit, die „Faszination Physik“ hautnah zu erleben; das Flair der Stadt München rundet die zwei Exkursionstage bestimmt wieder auf unvergleichliche Weise ab. (Le)

tech@school am dbg

Am Freitag, den 6. Juni 2014 besuchten zwei Daimleringenieure die NwT-Klasse der 9c im Modul Dynamik. Sie haben uns Einblick in ihre Arbeit gewährt und uns über alternative Antriebsformen informiert. In den zwei Doppelstunden haben sie uns über neueste Lichttechniken informiert, da sie beide für Daimler Scheinwerfer entwickeln und testen. Hierbei erfuhren wir, dass die Scheinwerfer heutzutage nicht einfach nur leuchten, sondern bestimmte Bereiche aussparen, wenn Sensoren dort einen anderen Verkehrsteilnehmer bemerken oder nach links leuchten, wenn man abbiegt, um Gefahren besser zu erkennen. Danach haben sie uns die verschiedenen alternativen Antriebsformen vorgestellt und jeweils Vor- und Nachteile erklärt. Ein Antrieb ist das E-Cell, also ein Fahrzeug, das mit Strom einer Batterie angetrieben wird. Ein weiterer Antrieb ist das F-Cell, also ein Fahrzeug, das mit dem in Brennstoffzellen erzeugten Strom angetrieben wird. Durch eine chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser wird Strom erzeugt. Dadurch kommt aus dem Auspuff nur Wasserdampf. Beide Antriebe haben den Nachteil, dass Speicherung von Strom bzw. Wasserstoff aufwändig ist und viel Platz und Gewicht braucht. Deshalb haben wir auch parallele und serielle Hybridantriebe kennen gelernt, also zwei Antriebsarten in einem Fahrzeug, oft ein Verbrennungsmotor und ein Elektromotor.

Ein Highlight war auch ein Smart, der mit Strom fährt. Wir hätten alle nicht gedacht, dass dieses kleine Fahrzeug nicht nur einen hohen Fun-Faktor erzeugt, sondern durchaus auch einen gewissen Nutzen mit sich bringt. Außerdem war er extrem Leise während der Fahrt, so dass man fast nichts hörte. Alle alternativen Antriebsformen benötigen einen Elektromotor, weshalb wir dann in Gruppen Elektromotoren gebaut haben. Elektromotoren sind einfach zu bauen. Man braucht nur einen Magnet, eine Halterung, Strom und einen Draht, der zu einer Spule aufgewickelt wird. Das Testen der Probanden war dann ein krönender Abschluss, bei dem wir durch Tüftelei versuchten, die Höchstleistung des Motors zu steigern. Die zwei Doppelstunden waren super, es hat viel Spaß gemacht und wir haben eine Menge dazugelernt!

Deshalb wollen wir uns nochmal bei den zwei Ingenieuren bedanken, die diese Stunden abwechslungsreich, aber auch informativ gestalteten. (Konstantin Edelmann & Florian Schweizer, Kl. 9c)

Erfolgreiche Bewerbung um den Schulversuch "NwT in der Kursstufe"

Als eine von landesweit nur etwa elf weiteren Versuchsschulen wird das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zum Schuljahr 2014/2015 erstmals Naturwissenschaft und Technik (NwT) auch in der Kursstufe anbieten können. Damit eröffnet sich den Schülerinnen und Schülern des naturwissenschaftlichen Profils unserer Schule die einmalige Möglichkeit, als eine der zwei in der Kursstufe belegungspflichtigen Naturwissenschaften zukünftig das Fach NwT auszuwählen und die in der Mittelstufe erworbenen Kompetenzen insbesondere im technischen Bereich in der Kursstufe erweitern zu können.

Naturwissenschaft und Technik, maßgeblich repräsentiert durch das Profilfach NwT, haben am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium eine lange und erfolgreiche Tradition. Bereits seit 2005 und damit zwei Jahre vor der landesweiten, verbindlichen Einführung des Fachs NwT, hat das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium schon einmal als Versuchsschule für das neue Hauptfach in der Mittelstufe des N-Profils wichtige Pionierarbeit geleistet. Resultat dieser frühen Auseinandersetzung ist ein Schulcurriculum, das der technischen Ausrichtung und der praktischen Orientierung des Fachs in vollem Umfang gerecht wird. Bereits in den Klassenstufen 5 und 6 ist der Unterricht im Fächerverbund Naturphänomene an den Leitgedanken von NwT orientiert, so dass alle Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen mit fachpraktischen Aufgaben sammeln können.

Mit dem Zertifikat „MINT-freundliche Schule“ hat das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gezeigt, wie innovativ die vorhandenen Konzepte sind und wie facettenreich das Engagement der Schule ist. Da erscheint es geradezu folgerichtig, dass sich das Kultusministerium Baden-Württemberg dazu entschieden hat, mit dem Angebot „NwT in der Kursstufe“ Schülerinnen und Schülern unseres Gymnasiums eine weitere attraktive Alternative auf dem Weg zum Abitur zu eröffnen.

Nicht nur für zukünftige Ingenieure wird ein technisches Grundverständnis immer mehr an Bedeutung gewinnen. Im Sinne einer ganzheitlichen gymnasialen Ausbildung möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich in einer zunehmend technisierten (Berufs-)Welt zu orientieren, an unserer Gesellschaft zu partizipieren, Technik kritisch zu hinterfragen und die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten in die für unsere Zukunft so bedeutsamen Innovationsprozesse einzubringen. Es sind die Abiturientinnen und Abiturienten der nächsten Generationen, die so zukunftsträchtige Themen wie bspw. Energiewende und Mobilität mit ihren Ideen voranbringen sollen. Dafür bedarf es unserer Unterstützung: Schule muss Neugierde wecken, Talente erkennen und fördern, aber auch Berührungsängste und Bedenken abbauen. Wir freuen uns daher, das Fach Naturwissenschaft und Technik mit seinem enormen Potential auch in der Kursstufe anbieten zu können.

Die Inhalte haben dabei das vorrangige Ziel, technische Grundlagen aus den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen zu vermitteln. Dazu zählen an unserer Schule insbesondere die Automatisierungstechnik (Lernsysteme MecLab und EduKit unseres Bildungspartners FESTO), kreative Lösungen von Steuer- und Regelungsprozessen (mit dem Mikrokontroller „arduino“ und guten Kooperationsmöglichkeiten mit dem Sensorhersteller BALLUFF, dem anderen Bildungspartner des dbg), das Thema Verfahrenstechnik sowie technisches Zeichnen bzw. CAD-basierte Konstruktion und Fertigung. (Le)

Unser Schulcurriculum für NwT in der Kursstufe finden Sie hier.

Informationen des Kultusministeriums Baden-Württemberg zum Schulversuch finden Sie hier.

 

didacta-Besucher erhalten Einblicke in den NwT-Unterricht am dbg

Wie sieht Technikunterricht am Gymnasium aus? Womit beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9? Welche Unterrichtsmedien und -methoden kommen zum Einsatz? Diese und viele weitere Fragen beantworteten unsere NwT’ler gemeinsam mit ihren Lehrern Frau Probst und Herr Lehmann auf der diesjährigen didacta in Stuttgart.

Auf Einladung des Kultusministeriums Baden-Württemberg arbeiteten die Schülerinnen und Schüler einen gesamten Schultag im „Gläsernen Klassenzimmer“.

Im Mittelpunkt des „Unterrichtsgeschehens“ stand das System MecLab® unseres Bildungspartners Festo, das so in Naturwissenschaft und Technik am dbg zum Einsatz kommt. Es bedurfte nur kurzer Instruktionsphasen am interaktiven Whiteboard, ehe die Schülerinnen und Schüler selbstständig die kleinen Projektaufträge bearbeiten konnten. Eine erste Simulation in der passenden Software FluidSIM® war meist schnell realisiert und die Steuerung der Hardware eine spannende und motivierende Aufgabe, die mitunter auch mal recht anspruchsvoll sein konnte, aber nichts desto trotz oder vielleicht gerade deswegen von unseren 9ern mit großem Engagement und jeder Menge Kreativität erfolgreich gelöst wurde.

Auch in ungewohnter Lernumgebung zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie selbstständig, zielstrebig und strukturiert sie arbeiten konnten, sehr zur Freude ihrer Lehrer, die so die Gelegenheit hatten, neben individuellen Hilfestellungen die Fragen des interessierten Messepublikums zu beantworten. Hier waren neben Informationen zur Behandlung des Themas Automatisierungstechnik im gymnasialen Bildungsplan vor allem die Technikorientierung im NwT-Unterricht gefragt und die Beispiele aus dem Schulcurriculum des dbg für viele Gäste ein interessanter Einblick, ganz im Sinne der Transparenz des „Gläsernen Klassenzimmers“.

Abgerundet wurde ein gelungener Messebesuch durch viele neue Kontakte mit den ebenfalls am Stand des Kultusministeriums vertretenen Partnern Hohenloher, Festo Didactic oder SüdwestMetall, die mit Sicherheit die zukünftige Arbeit an der Entwicklung unseres MINT-Schwerpunkts positiv beeinflussen werden. (Le)

Filderstadts erste Achterbahn...

... ist zwar leider nur ein Modell, weist aber dennoch alle Charakteristika auf, die für so viel Spaß, Nervenkitzel und echtes Achterbahn-Feeling sorgen. Angefangen von extrem steilen Passagen, über einen echten Looping bis hin zu überhöhten Steilkurven mit seitlicher Neigung, hat sich der Konstrukteur Philipp Staiger (Klasse 11) einiges einfallen lassen, um sich in einem länderübergreifenden Wettbewerb der Ingenieurkammer Baden-Württemberg mit Schülerinnen und Schülern und deren Entwicklungen zu messen.

Der Wettbewerbstitel „loopING“ hätte dabei nicht treffender gewählt sein können, bestand doch die Aufgabe darin, einerseits Ingenieursdenken zu entwickeln, d. h., theoretische Überlegungen wie den Zusammenhang von Starthöhe und Loopingradius mit praktischen, gestalterischen Kompetenzen zu verbinden und andererseits Kreativität unter Beweis zu stellen, um eine möglichst originelle, ästhetisch ansprechende Bahn zu konstruieren.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ist somit Heimat von „Filderstadts erster Achterbahn“, jedoch nur noch für kurze Zeit, ehe das Modell bereits in den nächsten Tagen gemeinsam mit landesweit bis zu 1000 erwarteten Wettbewerbsbeiträgen den Weg in den Europapark nach Rust antreten wird. Vor der Kulisse der Holzachterbahn „WODAN – Timburcoaster“ oder der „Euro Mir“ werden Ende April die Preise für die siegreichen Schülerinnen und Schüler verliehen. Wir drücken Philipp die Daumen, dass sich seine über 40 Arbeitsstunden evtl. sogar noch weiter auszahlen und er neben vielen praktischen und theoretischen Erfahrungen sowie den anerkennenden Worten von Mitschülern und Kollegen auch noch in den Genuss einer Einladung zur Preisverleihung in den Europapark kommt.

Einen festen Platz in der Ausstellung der vielen kreativen Wettbewerbsbeiträge, mit denen Schülerinnen und Schüler des dbg in schöner Regelmäßigkeit und großer Vielfalt ihr enormes Potential und Engagement unter Beweis stellen, hat die Achterbahn „Filder-Looping“ schon jetzt sicher. (Le)

Naturwissenschaft und Technik "begreifbar" gemacht

Lehrerinnen und Lehrer zeigten erneut großes Interesse am dbg FinRay-Projekt

Zum zweiten Male binnen kurzer Zeit konnten Schülerinnen und Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums die Ergebnisse ihres Bionik-Projekts zum FinRay-Effekt® bei einem Fachkongress der interessierten Öffentlichkeit präsentieren. In Kooperation mit der technischen Fakultät der Universität Stuttgart, der experimenta Heilbronn und des Landesverbands für naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung Baden-Württemberg (natec) lud das Regierungspräsidium Stuttgart zur nunmehr 4. NwT Fachtagung ein.

Unter dem Motto „Naturwissenschaft trifft Technik“ präsentierten Unternehmen, Verbände und Schülergruppen ihre Projekte und gaben so Impulse, die die Lehrkräfte bei der Weiterentwicklung des Faches NwT zukünftig unterstützen können. Unter den Ausstellern waren mit Helen Schweizer und Bastian Krug (beide 9b) auch wieder eine Schülerin bzw. ein Schüler des dbg. Mit viel Engagement und detailliertem Fachwissen präsentierten die beiden die Ergebnisse Ihrer Projektgruppe, die sich in Kooperation mit unserem Bildungspartner FESTO mit dem bionischen „bottom-up Prozess“ zur Entwicklung eines Greifer-Systems in Anlehnung an natürliche Funktionsprinzipien beschäftigt hat.

Dass man am dbg mit derartigen naturwissenschaftlich-technischen Projekten quasi Bildung am „Puls der Zeit“ betreibt, zeigte der wissenschaftliche Vortrag von Frau Dr. phil. habil. Dr.-Ing. Graube (TU Braunschweig und Vorsitzende des Fachbeirats Technische Bildung VDI e.V.). Sie machte in ihren Ausführungen zum „Verhältnis von Natur, Technik und Wissenschaft“ mehrmals deutlich, dass Technik in unserer Zeit als Kulturgut zur Allgemeinbildung zu zählen ist und somit auch integraler Bestandteil gymnasialer Bildung werden muss. Das Gymnasium mit seinen wissenschaftspropädeutischen Aufgaben muss sich der Technik und ihrer Zukunft, die Frau Dr. Graube insbesondere in der Interdisziplinarität und dem Zusammenspiel aus Natur und Technik sieht, öffnen.

Das FinRay-Projekt unserer Schülerinnen und Schüler mit seinem fächerverbindenden Ansatz, seinem Vorbild in der belebten Natur, seinen kreativen Gedanken und seiner gestalterischen Komponente hat nicht nur allen Beteiligten großen Spaß bereitet und eine Fülle neuer Erkenntnisse und Eindrücke gebracht, sondern erfüllt quasi ganz nebenbei viele der Merkmale, die Bildungsexperten für einen zeitgemäßen und nachhaltigen naturwissenschaftlich-technischen Unterricht am Gymnasium fordern. (Le)

Schulleiter Peter Bizer, Helen Schweizer, Bastian Krug, Johanna Haußmann, Elisa Caruana, Leonie Ocker

Trinationaler Schülerkongress für NwT in Freiburg

dbg-Schülerinnen siegen mit ihrem FinRay-Projekt beim internationalen Projekt- und Posterwettbewerb

Bereits zum 6. Mal veranstalteten die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die französische Académie de Strasbourg und das Regierungspräsidium Freiburg den „Trinationalen Schülerkongress der Naturwissenschaften und Technik“. Zwei Tage lang begegneten sich knapp 150 Jugendliche aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz, um ihre jeweiligen Projekte aus dem Bereich MINT an Messeständen und in Präsentationen vorzustellen, Informationen und Anregungen aus den Nachbarländern aufzunehmen, Kontakte zu knüpfen und in einem Projekt- und Posterwettbewerb ihre Preisträger zu ermitteln.

Sieger auf diesem internationalen Parkett wurde 2014 das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Filderstadt! Elisa Caruana, Johanna Haußmann und Leonie Ocker (alle 9a), die stellvertretend für die gesamte Projektgruppe nach Freiburg reisten, durften sich vor Ort über dieses herausragende Ergebnis und den anerkennenden Applaus aller Kongressteilnehmer freuen.

Neben dem Prorektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Jürgen Rühe, und dem Recteur de l’académie de Strasbourg, Jacques-Pierre Gougeon, die unisono die Bedeutung der Naturwissenschaft & Technik für die Region rund ums Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz unterstrichen, besuchte auch Baden-Württembergs Kultusminister Andreas Stoch den Kongress in Freiburg. Alle Ehrengäste nutzen dabei die Gelegenheit, sich nach ihren Begrüßungsworten selbst ein Bild von der Kreativität der ausgestellten Projekte zu machen.

Viel zu begreifen gab es im wahrsten Sinne des Wortes am Messestand des dbg. Mit ihrem Projekt zum FinRay-Effekt überzeugten die Schülerinnen nicht nur die Jury, sondern weckten auch das Interesse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz sowie der Ehrengäste. Stets umringt von interessierten Besuchern erklärten und demonstrierten Elisa, Johanna und Leonie ihre Projektergebnisse; mal am eigens gestalteten Plakat, mal an den mitgebrachten Modellen oder anhand der Abbildungen, die im Laufe der Projektarbeit entstanden sind, und falls nötig sogar auf Französisch.

Gemeinsam mit Bastian Krug und Helen Schweizer beschäftigten sich die drei Schülerinnen im Vorfeld des Kongresses ausgiebig mit dem FinRay-Effekt, den sie im NwT-Unterricht der Klasse 8 erstmals kennengelernt hatten. In einem für die Bionik typischen Vorgehen, dem sog. „bottom-up Prozess“, erforschten die Schülerinnen und Schüler das Verhalten der Schwanzflossen bei Knochenfischen, entwickelten ein Verständnis für die natürlichen Prinzipien, abstrahierten diese und setzten sie schließlich beim Bau von Greifsystemen technisch um. Hinzu kam eine intensive Recherchearbeit zum theoretischen Hintergrund. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft zwischen dem dbg und FESTO konnte die Projektgruppe darüber hinaus bei einem Besuch des „Bionic Learning Network“ wichtige Tipps und Anschauungsmaterialien erhalten.

Das Ergebnis zeigt dann auch eindrucksvoll die Vielfalt gymnasialer Bildung am dbg: Ein Projekt aus dem Bereich MINT wird in Kooperation mit dem schulischen Bildungspartner FESTO realisiert. Die betreuenden Lehrkräfte Frau Moll und Herr Lehmann stehen als Lernbegleiter für die fächerübergreifende Behandlung des Themas mit Rat und Tat zur Seite, Inhalte werden theoretisch beleuchtet und praktisch umgesetzt, Methodenkompetenzen bei der konzeptionellen Gestaltung eines Plakates entwickelt und last but not least werden die Erkenntnisse sogar in einer Fremdsprache kommuniziert.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg und vielen Dank für euren Einsatz und euer Engagement! (Le)

Einen Bericht der Teilnehmerinnen finden Sie hier; zum Siegerplakat gelangen Sie hier

L. Ocker, J. Haußmann, E. Caruana
Siegerehrung
Erklärung des Fin-Ray-Effekts
Kultusminister Andreas Stoch, MdL
Ehrengäste aus Frankreich
Großes Interesse beim Publikum

Bionic Learning Network - Besuch in der Kreativabteilung unseres Bildungspartners Festo

Das war schon mehr als eine gewöhnliche Exkursion, was die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c im Rahmen ihres NwT-Moduls „Bionik“ erleben durften. Ein ganzer Nachmittag stand für sie im Zeichen von Innovation und Kreativität, und das quasi am „Puls der Zeit“. Dort, wo sonst Ingenieure und Wissenschaftler von FESTO in Kooperation mit namhaften Hochschulen, Instituten und Entwicklungsfirmen Impulse für neue technische Anwendungen entwickeln, konnten unsere Schülerinnen und Schüler die Welt der Bionik – vom natürlichen Vorbild zum technischen Grundprinzip, über die bionische Adaption bis hin zur industriellen Anwendung – live erleben.

Dr. Nina Gaißert, wissenschaftliche Betreuerin bei der Entwicklung des ultraleichten Flugobjekts BionicOpter, Festos Highlight auf der Hannover-Messe 2013, ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe persönlich durch die Ausstellung zu führen und dem wissbegierigen Nachwuchs einen Einblick in ihre Arbeit und bionische Entwicklungsprozesse zu geben.

Neben einem kurzen Exkurs in die Firmengeschichte unseres Bildungspartners und ein paar Gedanken zur Firmenphilosophie mit eigenem Ausbildungszentrum und Didaktik-Abteilung, lag der Fokus der Veranstaltung auf der Arbeit und den Entwicklungen des Bionic Learning Network. Dank der engen Anbindung an den NwT-Unterricht konnten die Schülerinnen und Schüler einige vertraute Elemente, wie beispielsweise FinRay-Strukturen, die sie selbst ausführlich erforscht hatten, in vielerlei Anwendungen wiedererkennen.

Auch der abschließende Fachvortrag, in dem exemplarisch die für die Bionik charakteristischen Prozesse „bottom-up“ bzw. „top-down“ im Vordergrund standen, knüpfte optimal an das Vorwissen der Gruppe an. Abgerundet wurde die anspruchsvolle und jederzeit anschauliche Präsentation durch Anschauungsobjekte. Es ist schon etwas Besonderes, einen NanoForcGripper mit über 29.000 Härchen pro cm2 in den Händen zu halten – dieser Eindruck bleibt im wahrsten Sinne des Wortes haften.

Entlassen wurde die Gruppe, wie sollte es anders sein, mit einigen Visionen, die auf den ersten Blick so unglaublich klingen, als seien sie einem Science-Fiction-Roman entsprungen; sind sie aber nicht, ganz im Gegenteil. In Person der Informatikerin Nadine Kärcher sind diese Visionen sogar im Raum anwesend. Die Bachelor of Science-Absolventin, die eine duale Hochschulausbildung bei Festo absolviert hat, entwickelte ein neuartiges Bedienkonzept zwischen Mensch und Maschine, das unter dem Namen CogniGame einen Schläger alleine durch Gedankenkraft und unter Zuhilfenahme spezieller EEG-Sensoren sowie einer eigens programmierten Software steuern kann. Wir dürfen gespannt sein, wohin diese Entwicklung führen wird.

Die Firma Festo, die durch das Bionic Learning Network u. a. junge Menschen für Technik und Innovation begeistern möchte, und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, das als MINT-freundliche Schule u. a. ebenfalls genau in diesem Bereich kreative Talente fördern möchte, haben als Bildungspartner ein Projekt gefunden, das insbesondere bei den Adressaten, den Schülerinnen und Schülern, auf große Begeisterung stieß und sich vielleicht ja im Rahmen der Kooperation etablieren lässt. (Le)

Mit Auszeichnung - das dbg ist eine MINT-freundliche Schule

Erneut besteht am dbg Grund zur Freude: Pünktlich zum zehnjährigen Schuljubiläum ziert ein Zertifikat unser Gymnasium, das von Kultusminister Andreas Stoch (MdL) als „Gütesiegel für hervorragenden Unterricht in den MINT-Fächern“ bezeichnet wird.

Wofür aber steht MINT eigentlich? Es handelt sich dabei um den Fächerverbund aus (M)athematik, (I)nformatik, (N)aturwissenschaft und (T)echnik, der sich in der 10-jährigen Geschichte des dbg zu einem unserer schulischen Schwerpunkte entwickelt hat.

Die wirtschaftsnahe Bildungsinitiative „MINT Zukunft schaffen“ will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahebringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. „MINT Zukunft schaffen“ wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will „MINT Zukunft schaffen“ gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren. Thomas Sattelberger, Vorsitzender von "MINT Zukunft schaffen", betonte in seiner Rede, eine gewisse MINT-Mündigkeit sei unerlässlich, um an politischen und gesellschaftlichen Diskursen teilnehmen zu können. 

Auf dem Weg zur „MINT-freundlichen Schule“ wurde das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlief unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz einen bundesweit einheitlichen Auszeichnungsprozess. Wichtige Indikatoren unseres besonderen Engagements waren dabei unter anderem die vielfältigen, über die Richtlinien und Lehrpläne hinausgehenden Zusatzangebote, wozu unser Erfinderclub, Aktionen wie die Lange Nacht der Chemie, ein technisch geprägtes auV-Angebot und natürlich die Unterstützung unserer Schülerinnen und Schüler bei der Teilnahme an Wettbewerben und Förderprogrammen (z.B. master-mint, Stiftung Kinderland) zählen. Darüber hinaus zeigt sich in den Bewerbungsunterlagen abermals, welchen Stellenwert die Schulgemeinschaft am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium genießt. Aus einem einzigartigen Netzwerk aus kompetenten und innovativen Kolleginnen und Kollegen, enorm engagierten Eltern, die ihre persönlichen MINT-Qualifikationen aktiv einbringen, einem Förderverein, der die nötige finanzielle Unterstützung bietet, schulische Kooperationspartner in und um Sielmingen, die umliegenden Hochschulen und last but not least natürlich unsere Bildungspartner BALLUFF und FESTO, ergibt sich für unsere Schülerinnen und Schüler eine MINT-Förderung, die auch die Jury in vollem Umfang überzeugt hat. 

Der Geschäftsführer für Bildungspolitik der Arbeitgeber Baden-Württemberg, Stefan Küpper, zeigte sich hoch erfreut darüber, dass sich das Prädikat »MINT-freundliche Schule« in Baden-Württemberg mittlerweile mit der Unterstützung der Arbeitgeberverbände im Land als Orientierungshilfe für Eltern, Schüler und Unternehmen sowie als Auszeichnung und Ansporn für Schulen etabliert hat. Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen und die Öffentlichkeit durch die Auszeichnung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders gefördert. Bundesweit sind dies derzeit etwa 600 Schulen. Ein erster dieser „Leuchttürme der MINT-Bildung“, wie es Stefan Küpper formulierte, strahlt jetzt auch auf den Fildern im Süden der Landeshauptstadt Stuttgart: unser Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. (Le)

Dirk Lehmann (MINT-Koordinator dbg), MD Dr. Johannes Bergner (Kultusministerium), Stefan Küpper (Arbeitgeber Baden-Württemberg), Tamica Simmons (Schülersprecherin dbg), Thomas Sattelberger (MINT Zukunft schaffen), Peter Bizer (Schulleiter), Jonas Rau (Lehrer dbg)
Gruppenfoto vor der Universität Stuttgart

Juliane Pfefferkorn erfolgreich beim Wettbewerb "Jugend baut ... nachhaltig!"

Der letzte Schultag war für Juliane Pfefferkorn (Kl. 10b) ein ganz besonderer Tag: Das Kultusministerium ehrte gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen und der Stiftung kulturelle Jugendarbeit die Siegerinnen und Sieger des Schülerwettbewerbs "Jugend baut ... nachhaltig!" Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Neuen Schloss in Stuttgart überreichten Ministerialdirigent Dr. Johannes Bergner, Abteilungsleiter im Kultusministerium, und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE), Dr. Matthias Metz, die Urkunden und Preise. Rund 400 Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg feierten gemeinsam mit Lehrkräften, Schulleitungen, Eltern und Vertretern des Landes und der Kommunen. Juliane erzielte in der Wettbewerbsklasse 3 (Kl. 8-10) einen hervorragenden 3. Platz. Der Schwerpunkt des dieses Jahr bereits in der dritten Auflage ausgerichteten Wettbewerbs lag auf nachhaltigem Bauen und Wohnen. Auch Kultusminister Andreas Stoch MdL gratulierte den Preisträgern: "Die Schülerinnen und Schüler haben sich in ihren Entwürfen mit den gestalterischen, ökologischen und ökonomischen Aspekten von Architektur auseinandergesetzt und damit gezeigt, zu welch originellen Einfällen fächerübergreifendes Arbeiten führen kann." Diesem Lob können wir uns nur anschließen - herzlichen Glückwunsch, Juliane, zu dieser tollen Leistung! (Ru)

Programmiererfolge 2.0 - Die Intel Leibniz Challenge 2013

Die Intel-Leibniz-Challenge, der bundesweit größte Kooperations-Wettbewerb zwischen Universität, Industrie und Schule, erfreut sich auch am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium immer größerer Beliebtheit. Ganz im bundesweiten Trend, der ebenfalls steigende Teilnehmerzahlen ausweist, haben sich in diesem Schuljahr gleich zwei dbg-Teams dem Wettstreit mit knapp 5000 Schülerinnen und Schülern aus über 500 Schulen gestellt.

Die Monatsaufgaben der ILC berücksichtigen vielfältige Aspekte der MINT-Fächer. Sie wurden von Entwicklungsingenieuren der Firma Intel erstellt und durch Wissenschaftler der Leibniz-Universität Hannover aufgearbeitet. Dieser Ansatz hat das Ziel, dass die praktischen und theoretischen Erfahrungen der Ingenieure in schülergerechte Fragestellungen münden. Thematisch drehte sich dabei alles um technische Errungenschaften wie PC, Handy, MP3-Player, digitales Fernsehen bzw. die Hintergründe ihrer Funktionalität und damit um die faszinierende Welt der Mathematik, Informatik, Physik und Technik.

Teamfähigkeit und Kreativität stellen sowohl die Grundlage als auch die treibende Kraft für innovative Tätigkeiten an den aktuellen, hoch entwickelten Arbeitsplätzen in der Elektrotechnik, Informatik und anderen Wirtschaftszweigen dar und durften daher auch in diesem Wettbewerb nicht fehlen. In vier umfassenden Aufgaben, mit Bearbeitungszeiten von jeweils einem Monat, konnten unsere Schüler eigene Erfahrungen von Projektarbeit im Team und den damit verbundenen Synergieeffekten machen, mit dem Ergebnis, dass die „Lehman(n) Brothers“ Tobias Oehler, Matthias Popp, Felix Schäfer, Christian Trompler und Manuel Preuschoff (alle aus dem Physik-Neigungskurs Klasse 11) für ihre „sehr guten Leistungen“ vom Veranstalter mit einer Urkunde geehrt wurden.

Besondere Beachtung hat der Erfolg unseres zweiten Teams, der Gruppe „ARM aber sexy“, verdient. Im fünften Jahr an unserem Gymnasium und als Neuntklässler gerade mal so teilnahmeberechtigt an der Intel-Leibniz-Challenge, haben sie bundesweit über 80 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Plätze verwiesen und mit einem riesengroßen Engagement und unermüdlichem Einsatz eine für ihre Klassenstufe sensationelle Platzierung unter den Top 200 erzielt. Gratulation an die Schüler Sebastian Toksig Mayer, Dominik Schäffer, Jonathan Brielmaier (alle 9b), Markus Vogler (9c) und Florian Euchner (HÖGY Nürtingen). (Le)

Radioaktive Distanzen - ein Kunst-/Physikevent am dbg

Im Innenhof unserer Schule fällt einem sofort eine Installation ins Auge, deren tieferen Sinn man meist erst auf den zweiten Blick, oder nach einer ausführlichen Erklärung, erahnen kann. Es handelt sich um den ‚Zeitstab‘ des Künstlers Ulrich Bernhardt, der vor 10 Jahren zur feierlichen Einweihung unserer Schule schrieb: „Der zentrale Lichthof des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums ist ein Außeninnenraum. Blickt man nun hinein oder hinaus? Wie wird Zeit wahrgenommen? Der Zeitstab, der Sekunden, Minuten, Stunden, Tage, Monate und Jahre gleichzeitig anzeigen kann, ist eine sich ständig wandelnde, funktionale, lichtkinetische Skulptur. Sie ist lautlos, farbenfroh, dynamisch, spielerisch und gleichzeitig eine präzise Uhr.“ Das Hauptthema des Künstlers ist die Dimension Zeit, die er in Raum- und Videoinstallationen sowie in seiner photographischen Kunst darstellt und in jeweils anderen Aspekten bearbeitet. Unser 10-jähriges Schuljubiläum und damit auch das Jubiläum seiner Installation ‚Zeitstab‘ zog den Künstler jetzt mit einem neuen Projekt im Rahmen der Ausstellung „Doppelbock“ der Kunstvereine KV Neuhausen und Gästezimmer Möhringen zurück ans Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Sein performativer Vortrag unter dem Titel ‚radioaktive Distanzen – Zeit und Lebens (Todes-) Räume‘ verband dabei seine künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Zeit (Halbwertszeit), Radioaktivität und Tschernobyl mit der Installation im Lichthof unserer Schule. Ausgehend von diesem Punkt setzte der Künstler einzelne Distanzsteine, die die Aufschrift der radioaktiven Isotope Tritium (H-3), Strontium (Sr-90) und Caesium (Cs-137) tragen und deren Halbwertszeiten (gemessen in Jahren) ausweisen. Der Abstand zwischen dem Zeitstab (als Ausgangspunkt der Messung) und dem Ort der Installation der Distanzsteine steht dabei als Maß für die Halbwertszeiten dieser radioaktiven Nuklide. Unterstützung erhielt Herr Bernhardt an diesem Abend von unserer Fachschaft Physik. In einem einleitenden Vortrag ermöglichte Physiklehrer Dirk Lehmann dem bunt zusammengesetzten Publikum aus Schülern, Kollegen und weiteren Kunstinteressierten einen naturwissenschaftlichen Blick auf das Thema Radioaktivität. In enger Anlehnung an die ‚Medaille der Liquidatoren‘, zentrales künstlerisches Element der Veranstaltungsplakate, entwickelte er einen Weg, der den Blick systematisch immer weiter ins Detail der uns umgebenden Materie ermöglichte und in der Dimension der Atomkerne sein Ziel fand. Ein interaktives Experiment, an dem sich auch Schulleiter Peter Bizer beteiligte, veranschaulichte dem Publikum abschließend eindrucksvoll die Themenkomplexe Kernzerfall und Halbwertszeit. Für unsere Schule war der Abend, der kulinarisch dankenswerterweise wieder durch unseren Förderverein unterstützt und von der Technik-AG wie immer perfekt organisiert wurde, eine interessante, neue Erfahrung. Die Bereiche Kunst und Physik waren in dieser Veranstaltung thematisch eng miteinander verbunden, die Referenten als frei schaffender Künstler und staatlicher Lehrer sicherlich grundverschieden und dennoch in einem gemeinsamen Event – ein Konzept, das mit Blick auf die pädagogischen Schwerpunkte des dbg vielleicht in ähnlicher, vielleicht in anderer Form durchaus Schule machen könnte. Die gesamte Installation ist in den nächsten Wochen weiterhin im Lichthof des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums zu sehen, der Maßstab wurde jedoch den Dimensionen des Hofs angepasst (10 Jahre Halbwertszeit entsprechen jetzt der Distanz von 1 Meter).

Zweiter Bericht von der Kulturakademie

Unser Schüler Markus Vogler, Kl. 9c, wurde von der Kulturakademie der Baden-Württemberg Stiftung ausgewählt, an Kreativwochen teilzunehmen. Hier sein Bericht vom zweiten Aufenthalt dieser Art:

Ich durfte schon bei der ersten Kreativwoche der Kulturakademie der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg teilnehmen (s. Artikel unten), welche in der letzten Sommerferienwoche stattfand.In den Faschingsferien fand nun die Zweite Kreativwoche der Kulturakademie statt. Hierbei traf ich mich wieder mit den 19 restlichen Schülern und Schülerinnen aus ganz Baden-Württemberg in Rust im Europapark. Am ersten Tag fand ein kleiner Erfahrungsaustausch sowie ein Kinderparlament zu dem Thema Klimawandel auf dem Programm. Am nächsten Tag war mein persönliches Highlight erreicht: Die Exkursion zum Satellitenkontrollzentrum der ESA nach Darmstadt. Nachdem wir dort eine interessante Führung erhalten hatten, hörten wir nach dem Mittagessen einen kleinen Vortrag zum Mars. Er war unser Thema von der Kreativwoche. Danach fuhren wir noch in das Technikmusem in Speyer und besichtigten die Raumfahrtaustellung. Am Folgetag fuhren wir nach Freiburg in die Uniklinik. Dort lernten wir im StudiTZ (STUDierenden Trainings Zentrum) verschiedene Bereiche unseres Körpers genauer kennen, z.B. untersuchten wir unsere Niere mit einem Ultraschallgerät. Abends gingen wir dann noch Bowlen. An den Tagen Donnerstag und Freitag teilten wir uns in verschiedenen Gruppen auf, denn es war die Aufgabe einen Marsroboter zu bauen und zu programmieren. Dieser fuhr dann auch an der Abschlussveranstaltung im Theaterhaus in Stuttgart auf einer künstlichen Marsoberfläche.

Im Nachhinein blicke ich auf zwei sehr gelungene und tolle Wochen zurück, die mir sehr viel Erfahrung gebracht haben. Ich habe auf der Kulturakademie sehr viele intensive neue Freundschaften geknüpft, mit denen ich noch lange in Kontakt bleiben werde.

Internationale Chemie-Olympiade 2013 - Landessieg für Nico Huber

Schon im vergangenen Jahr hat Nico Huber vom dbg Filderstadt an der Landesentscheidung der Internationalen Chemie-Olympiade (IChO) 2012 erfolgreich teilgenommen. Damit zählte er zusammen mit Marvin Müller, ebenfalls vom dbg Filderstadt, zu den 20 besten Nachwuchschemikern des Landes Baden-Württemberg. Dieses Jahr übertraf er seinen Erfolg vom letzten Jahr bei Weitem und wurde gleich in der 2. Runde Landessieger. Eine sensationelle Leistung, die beweist, welches ausgeprägte Verständnis Nico für die Chemie zeigt. Er besitzt eine ausgezeichnete Fähigkeit, den Bezug zwischen chemischen Themen und dem Alltag zu erkennen.

Die Internationale Chemie-Olympiade ist ein Wettbewerb für junge Chemikerinnen und Chemiker, die sich für mehr als den Schulstoff interessieren. Das Ziel der Olympiaden ist die Herausforderung und Ermutigung wissenschaftlich interessierter und begabter Mittelschülerinnen und -schüler sowie der internationale Austausch. Jedes der über 70 Teilnehmerländer kann ein Team von maximal vier Jugendlichen unter 20 Jahren stellen, die in der nationalen Olympiade ihres Landes selektiert worden sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden an einer IChO nicht geschont: Wie beim Sport trainieren sie monatelang auf den großen Tag hin und müssen das Gelernte nun an zwei Prüfungstagen im Labor und im theoretischen Teil abrufen. Aber es geht nicht nur darum, Wissen wiederzugeben, sondern auch darum, es in neuen Kontexten anzuwenden. Daher werden die erfolgreichen Teilnehmer der zweiten Runde, die eine Chance haben, die dritte Runde zu erreichen, vom Kultusministerium in Zusammenarbeit mit dem Kepler-Seminar für Naturwissenschaften (eine Einrichtung zur Förderung naturwissenschaftlich begabter Schüler) und dem Landesinstitut für Schulentwicklung Stuttgart zu einem Vorbereitungsseminar eingeladen.

So durfte auch Nico an einem mehrtägigen Seminar teilnehmen, in dem theoretische und praktische Übungen bearbeitet sowie Aufgaben der dritten und vierten Runde vorgestellt wurden. Hier erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in die aktuelle Forschung und besuchten verschiedene Institute und Forschungseinrichtungen. Professoren stellten ihre Arbeitsgebiete vor, so dass die Teilnehmer begeistert vom breiten Anwendungsgebiet der Chemie und den zahlreichen Verbindungen zu anderen wissenschaftlichen Disziplinen berichten konnten. (Wo)

Chemie-Nacht 2012

Es knallt und zischt, brennt und brodelt. Überall sieht man Flammen, sprudelnde Gemische und fröhliche Farbenspiele. Fast die ganze Nacht führen die Schüler von der 8. bis zur 12. Klasse ihre Experimente vor. Es sind die verschiedensten Versuche zu entdecken. Die großen lauten Experimente, aber auch die etwas kleineren und dafür umso faszinierenderen. Am Ende ist allen klar: "unser Herz schlägt für die Chemie". (Wo)

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