MINT

Wir sind eine...

 

MINT steht für den Fächerverbund aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. "MINT-freundlich" und "MINT-EC-Schule" sind wir, weil wir uns in ganz besonderem Maße für die Förderung der MINT-Fächer einsetzen - im Unterricht, aber auch weit darüber hinaus, z. B. mit Wettbewerben, AG-Angeboten und gezielten Förderprogrammen für unsere Schülerinnen und Schüler.

Für unser großes MINT-Engagement wurden wir 2013 als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet und 2016 erfolgreich rezertifiziert.

Im Jahr 2014 würdigte der Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e. V. die Qualität und Quantität unserer MINT-Bildung mit der Auszeichnung als MINT-EC-Schule und der damit verbundenen Aufnahme in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC. 


Unterricht zum Anfassen – Forschung und Technik hautnah

Erleben, verstehen und mitmachen – unter diesem Motto machte sich die Klasse 10a am Donnerstag auf zum Morgenmacher-Festival nach Stuttgart, dem Treffpunkt für alle Macher im Land der Tüftler und Entdecker. Es war für jeden etwas dabei! Weltverbesserer, Gründer, Abenteurer, Trendsetter, Querdenker oder Künstler kamen auf ihre Kosten: zahlreiche spannende Experimente aus den Bereichen Naturwissenschaft, Technik und Handwerk, aber auch Kunst, Umwelt und Informatik konnten die Schülerinnen und Schüler dabei ausprobieren oder direkt mitmachen.

In verschiedenen Workshops wurde ein buntes Programm geboten. Dabei wurden Fragen geklärt wie z.B.: Wie lange muss man auf dem Energierad treten, um die Energie einer kleinen Tafel Schokolade zu verbrennen? Wie werden Sonnenstrahlen zu künstlichem Licht? Durch interaktive Experimente und eigene sportliche Leistung konnten die Schülerinnen und Schüler selber aktiv werden. Im Bereich der digitalen Produktentwicklung wurde außerdem die Möglichkeit geboten, eigene Ideen in ein fertiges Produkt umzuwandeln, welches mittels 3D-Druck gefertigt wurde und am Ende des Tages mitgenommen werden konnte.

Neben der digitalen Produktentwicklung konnten die Schülerinnen und Schüler eine spielerische Entdeckungsreise mit dem expedition d-Truck in die Welt der Digitalisierung machen, um die Komplexität weiterer digitaler Anwendung kennenzulernen und zu verstehen. Um auch einen Blick in das Thema Umwelt zu werfen, beschäftigten sich einige Schülerinnen und Schüler damit, wie Bio-Wurst selber hergestellt werden kann. Die Macher-Bühne bot rund um die Workshops, Mitmach-Angebot und Projekte noch mehr interessante Programmpunkte.

Zum Schluss haben sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Zukunftsvorstellung für das Jahr 2050 im „Buch der 1000 Ideen“, welche sie zuvor im Unterricht erarbeitet hatten, verewigt. Am Freitag wurde das Buch offiziell an Ministerialdirektor Michael Föll vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg übergeben. (Kf)

Gewässeruntersuchung des Brühlbaches in Bad Urach

Am Dienstag, den 12.11.2019 führte die NwT-Gruppe der Klasse 10c unter der Leitung von Herrn Bohner und Herrn Reißig eine Gewässeruntersuchung am Uracher Wasserfall durch.

Ziel war es, die Gewässergüte des Brühlbaches durch eine Reihe von verschiedenen biologischen und chemischen Messungen möglichst exakt zu ermitteln. Im biologischen Teil mussten Zeigerorganismen wie Bachflohkrebse, Egel oder Köcherfliegenlarven gefunden und exakt klassifiziert werden. Im chemischen Teil wurde der Bach auf den Gehalt von verschiedenen Substanzen, wie beispielsweise Nitrat, Nitrit, Ammonium und Phosphat, untersucht.

Die Schülerinnen und Schüler konnten bei dieser Exkursion verschiedene Stoffkreisläufe direkt in der Natur erleben und Antworten auf einige der folgenden Fragen finden: Welche Karstphänomene gibt es am Uracher Wasserfall? Welchen Einfluss hat die Wassertemperatur oder die Wasserhärte auf die Qualität des Baches? Wie gelangen verschiedene Stoffe überhaupt in den Bach? Wie beeinflussen sich die Stoffe gegenseitig? Wird der Uracher Wasserfall von Jahr zu Jahr größer oder kleiner? Und nicht zuletzt, wie schnell müssen wir gehen, wenn der Zug pünktlich losfährt und wir den Zug erreichen möchten? (Rg)

Zeig' der Welt, was in dir steckt.

Unter diesem Motto lud die Messe Stuttgart alle Macher zum diesjährigen „Morgenmacher-Festival“. Mitten in Baden-Württemberg, dem Land der Tüftler und Entdecker, entstand eine Plattform für Kreativität und Erfindergeist, die natürlich auch bei den Schülerinnen unserer AG „MiM – Mädchen in MINT“ auf enormes Interesse stieß.

In Workshops, an Ständen oder auf der großen Macher-Bühne fanden zahlreiche Mitmach-Angebote für kreative Köpfe und talentierte Selbermacher statt, bei denen die dbg-Schülerinnen einerseits ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten und andererseits eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten, welches Talent in ihnen schlummert.

Den Schwerpunkt des Nachmittages bildete ein Workshop der Bildungsinitiative „create education“. Die Schülerinnen erhielten dabei Einblicke in die digitale Produktentwicklung und 3D-CAD-Konstruktion, die additive Fertigung (3D-Druck) und die Zukunftstechnologien Augmented-, Virtual- und Mixed-Reality. Zum Abschluss entwarfen sie noch ihr individuelles Produkt, das sie mittels Rapid-Prototyping-Verfahren (3D-Druck) in Kunststoff produzieren und mit nach Hause nehmen durften. Auf diese Weise entstanden personalisierte Schlüsselanhänger, die zukünftig sicher neben dem Mensa-Chip am Schlüsselbund durchs Schulhaus getragen werden.

Weiter geht es für die Mädchen der AG bereits Mitte Dezember. Dann steht ein Besuch bei unserem Bildungspartner BALLUFF auf dem Programm, wo in der Ausbildungswerkstatt erneut praktisch gearbeitet werden kann. (Le)

Physiker zu Besuch am HLRS Stuttgart

Mit dem „Hazel Hen“ betreibt das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) den derzeit schnellsten Supercomputer Europas. Der Weg ins „Allerheiligste“ des Instituts war dann auch entsprechend gesichert, der Blick auf die Größe der Anlage und die damit unmittelbar verbundene Infrastruktur (insbesondere die aufwändige Kühlung der Rechenkerne) sehr beeindruckend.

Unumstrittenes Highlight der rund 90-minütigen Tour durch das Institut war aber die CAVE, ein 3D-Visualisierungszentrum in Form eines auf einer Seite offenen Würfels mit knapp 2,70 Metern Kantenlänge, auf dessen übrigen fünf Flächen komplexe Simulationen in Echtzeit zu bestaunen waren. Angefangen von Luftströmungen an einem Sportwagen, die aus jeder beliebigen Perspektive bis ins kleinste Detail betrachtet werden konnten, über forensische Analysen an CT-Aufnahmen eines Mordopfers, bis hin zum „Gang“ in die Brennkammer des Altbacher Kohlekraftwerks, in dem Parameter wie Temperatur, Sauerstoff- oder Kohlezufuhr modellhaft variiert werden konnten und deren Einfluss auf die Verbrennung unmittelbar zu sehen waren, kannte die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten praktisch keine Grenzen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Führung teilweise von Yannick Heim, einem Schüler unseres 12er Neigungskurses Physik, übernommen wurde, der im vergangenen Schuljahr ein mit rund 1000 Euro dotiertes Schüler-Stipendium des HLRS erhalten hat und im Rahmen des Projekts „Simulierte Welten“ Erfahrungen sammeln durfte, die Schule in dieser Form sicher nicht vermitteln kann. Auf seiner virtuellen Tour durch Herrenberg wurde die CAVE zum Hilfsmittel für Städtebau und Stadtentwicklung.

Industrie und Wirtschaft entwickeln heute Spitzenprodukte, die sich ohne Modellbildung und Hochleistungsrechnen nicht entwerfen ließen, und dies alles – wie so oft – in höchstem Maße interdisziplinär. Genau diese Erfahrungen machten Schülerinnen und Schüler am Höchstleistungsrechenzentrum. Unsere erste Exkursion ans HLRS wird mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein. Unser Fazit: „absolut empfehlenswert!“ (Le)

Internationale Physik- und Chemie-Olympiade 2020

Die internationale Physik- und Chemie-Olympiade sind jährlich stattfindende Wettbewerbe der Oberstufe. In der ersten Runde müssen insgesamt vier Aufgaben zuhause bearbeitet werden. Die anspruchsvollen Aufgaben umfassen unterschiedliche Bereiche der Physik und Chemie und gehen weit über den üblichen Unterrichtsstoff hinaus. Dies erfordert ein hohes Maß an naturwissenschaftlichen Kenntnissen und eine außergewöhnliche Bereitschaft, sich tief in bisher unbekannte Sachverhalte einzulesen und einzudenken.

Nach der ersten Runde warten noch weitere Runden, für die sich die Teilnehmer jedoch erst durch herausragende Leistungen qualifizieren müssen. Wer in der letzten Runde überzeugen kann, hat die Chance, als ein Vertreter der deutschen Mannschaft zum internationalen Wettbewerb zu reisen. Das Finale wird jedes Jahr in einem anderen Land ausgetragen. Vom dbg nahmen dieses Jahr drei Schülerinnen und Schüler teil. Daniel Klein (J2), Josefine Ristau und Beat Seidel (beide J1) stellten sich dieser Herausforderung und schafften es, sich durch hervorragende Leistungen für die zweite Runde zu qualifizieren. Besonders bemerkenswert ist, dass Daniel nicht nur an der Physik-Olympiade, sondern auch zeitgleich an der Chemie-Olympiade teilgenommen hat.

Das ganze dbg freut sich mit Euch über das tolle Ergebnis und gratuliert herzlich zu diesem Erfolg. (MH & Mr)

MINT-Mädchen zu Besuch am Fraunhofer-Institut

Der Startschuss für das diesjährige Programm unserer Arbeitsgemeinschaft „MiM – Mädchen in MINT“, zu der sich wieder zahlreiche Schülerinnen der Klassenstufen 8 bis 10 angemeldet haben, ist gefallen. Mit dem Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB konnten wir gleich für den Auftakt einen neuen Partner gewinnen, der seine Labore für uns öffnete. Aber was macht man eigentlich auf dem Institutscampus an der Stuttgarter Nobelstraße? Diese Frage beantwortete uns zunächst Jan Müller. Er illustrierte uns eine Wertschöpfungskette aus universitärer Grundlagenforschung über angewandte Forschung an den Fraunhofer-Instituten bis hin zur industriellen Umsetzung mit dem Ziel, einen Nutzen für den Menschen zu erzielen.

Nach diesem ersten Überblick ging es für die Schülerinnen in Begleitung von Frau Höfler und Herrn Lehmann direkt in die Labore. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nahmen sich ausführlich Zeit, uns einen kleinen Einblick in ihre aktuelle Forschung zu geben. Bei der funktionellen Genomanalyse arbeiteten Informatiker und Biologen Hand in Hand. Die Möglichkeit, simultan mehrere hundert Millionen Nukleinsäure-Fragmente zu sequenzieren, sprengte dabei unsere Vorstellungskraft. Im Bereich Umweltbiotechnologie bekamen wir es schließlich mit Mikroalgen zu tun. Wie vielfältig diese zukünftig zum Einsatz kommen könnten, war für unsere Gruppe ebenfalls sehr aufschlussreich: Angefangen von Algenbiomasse als regenerativer Energieträger bis hin zur Produktion von Wertstoffen wie Omega-3-Fettsäuren, werden wir von Mikroalgen in Zukunft sicherlich noch einiges hören.

Last but not least durften wir noch einen Blick ins Technikum, ein Labor im XXL-Maßstab, werfen, in dem sich zahlreiche Pilotanalgen (z.B. zur Wasseraufbereitung) befinden.

Vielfältiger als beim Fraunhofer-Institut IGB kann ein Nachmittag eigentlich nicht ausfallen. So bleibt für die Schülerinnen die Erkenntnis, dass sich hinter der schlichten Abkürzung MINT ein schier grenzenloses Betätigungsfeld für viele Generationen junger, neugieriger Wissenschaftlerinnen befindet, und dies in höchstem Maße interdisziplinär – Forschen ist Teamwork: Biologen, Chemiker, Physiker, Informatiker, Verfahrenstechniker und Ingenieure, alle sind sie gefragt, unsere Welt ein Stück besser zu machen. (Le)

Exkursion zum Kraftwerk Altbach

Am Donnerstag, den 24.10.2019, besuchten die NwT-Schüler der 10b das Kohlekraftwerk Altbach/Deizisau. Vor Ort gab es zunächst eine kleine Einführung in die verschiedenen Energieträger, wobei die Erneuerbaren Energien im Fokus standen. Im Anschluss erfuhren wir von Herrn Maile, unserem Guide, welche Schritte bereits in Richtung Ausbau der regenerativen Energien getroffen wurden.

Bevor es ins Kraftwerk ging, konnten sich die Schülerinnen und Schüler anhand eines Modells einen Überblick über das Gelände des Heizkraftwerkes verschaffen. Bei einem ausführlichen Rundgang wurden anschließend die einzelnen Bestandteile des Kraftwerks, von der Kohlemühle bis hin zum Generator, vorgestellt und erläutert. Aufgrund verschiedener Reparaturarbeiten war das Kraftwerk zum Besuchszeitpunkt nicht voll in Betrieb, was wiederum einige Fragen aufwarf. Wie werden wir mit Strom versorgt, wenn das Kraftwerk ausfällt? Wie werden wir versorgt, wenn nicht nur die Kern-, sondern auch die Kohlekraftwerke langsam vom Netz gehen?

Herr Maile erklärte uns, dass der Kraftwerksausfall durch andere Kraftwerke sowie die „Schnellstarter“ (die Gasturbinen) kompensiert wird. Wie die Energieversorgung der Zukunft aussieht, diese Frage bleibt wohl noch offen …

Beeindruckt waren die Schüler/innen insbesondere von der Komplexität des Kraftwerks. Die Energiegewinnung ist scheinbar leicht, doch was alles hinter den Kulissen geschieht, welche Mengen an Kohle verbrannt werden, wurde erst beim Rundgang wirklich klar. (Pe)

Re-Re-Zertifizierung als „MINT-freundliche Schule“

Nach 2013 und 2016 ist das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium bereits zum dritten Mal als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden - eine große Auszeichnung für die Kontinuität und Nachhaltigkeit des Engagements in unserem schulischen MINT-Schwerpunkt. In einer 24-seitigen Ausarbeitung hat unsere Schule der Jury aufzeigen können, welche Entwicklung wir seit der letztmaligen Auszeichnung im Jahr 2016 gemacht haben. Großereignisse wie die „mint night 2018“, aber auch Investitionen seitens des Schulträgers (neue NwT-Technikräume seit November 2017) oder die Kooperation mit den Filderstädter Grundschulen (Seminarkurs „Peer to Peer Education“ 2017) bzw. unseren Partnern aus Industrie und Wissenschaft (z.B. im Rahmen der AG „MiM – Mädchen in MINT“) sind Leuchtturmprojekte unseres Schulschwerpunkts.

Im Rahmen des 5. Kongresses „MINT Zukunft schaffen“ nutzten viele Redner die Gelegenheit, die anwesenden Schulvertreter in ihrer Arbeit zu bestärken. „Die ausgezeichneten Schulen begeistern junge Menschen für die MINT-Berufe und stärken die Ausbildung junger MINT-Nachwuchskräfte. Damit setzen sie das zentrale Anliegen der Landesregierung, die Bildung von Kindern und Jugendlichen in den MINT-Fächern zu fördern, vorbildhaft um“, sagte Michael Föll, Ministerialdirektor im Kultusministerium, und Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Arbeitgeber Baden-Württemberg und von Südwestmetall, fügte hinzu: „Sie leisten eine herausragende Arbeit und machen Lust auf mehr MINT. Sie setzen die Standards in der Vermittlung sogenannter ‚Future Skills‘ (interdisziplinär, international & digital) und einer zielgerichteten Berufsorientierung.“ Micha Pallesche, Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule Karlsruhe, schloss mit einem Appell an unsere Gesellschaft: „Es ist an der Zeit, dass MINT bei einem allgemeinen Bildungsbegriff dazugehört und nicht immer extra genannt werden muss!“

In diesem Sinne verstehen wir die nunmehr dritte Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ als Aufforderung, auch weiterhin engagiert daran zu arbeiten, unseren Schülerinnen und Schülern eine ganzheitliche, zeitgemäße und zukunftsorientierte Bildung zuteilwerden zu lassen und dabei den eingeschlagenen Weg, qualitativ hochwertige Unterrichtsangebote mit attraktiven außerunterrichtlichen Zusatzbausteinen zu kombinieren, fortzusetzen – dies alles auf Basis unseres Leitbilds und über den Tellerrand einzelner Fächer und Fachrichtungen hinaus. (Le)

Astronomen bei SOFIA

Das neue Schuljahr begann für den Astronomiekurs der Klasse 11 und dessen Lehrer Herrn Börner mit einer Exkursion zum Stuttgarter Flughafen. Grund dafür war SOFIA - eine zum Beobachtungslabor umgebaute Boeing 747 mit Infrarotteleskop. Dieses besondere Flugzeug ist in Kalifornien stationiert und war für Himmelsbeobachtungen und Aufzeichnungen über Europa zu Gast in Stuttgart. Arbeitsweisen, Forschungsschwerpunkte und Ergebnisse wurden in einer kleinen Ausstellung präsentiert. Zentraler Teil der Exkursion war der Besuch der Planetariumsshow im temporären Planetarium. Mit einer Reise durch die Geschichte der Himmelsbeobachtung wurden die Zuschauer ins Thema eingeführt, danach der Aufbau und die Nutzungsmöglichkeiten von SOFIA beleuchtet. In Bildern und Videos konnte man ganz nah dran sein an astronomischer Forschung mittels Infrarotbeobachtungen. Insgesamt schuf die Exkursion gute Voraussetzungen für den Start in den Astronomieunterricht der Kursstufe. (Bn)

Faszination Physik

Vielleicht waren die zurückliegenden drei Tage des gerade zu Ende gehenden Schuljahres die lehrreichsten im Rahmen unseres bisherigen vierstündigen Physik-Neigungskurses – ein absoluter Höhepunkt war die traditionelle Exkursion ins Forschungszentrum Garching bei München bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen auf jeden Fall.

Der Campus rund um das 1958 erbaute „Atomei“ zählt zu den bedeutendsten Wissenschaftsstandorten Deutschlands und beheimatet zahlreiche Institute und Forschungseinrichtungen, in denen sich Doktoranden und Professoren viel Zeit nahmen, unserer Gruppe einen Einblick in ihre Arbeitsbereiche zu verschaffen und die extrem aufwändigen experimentellen Aufbauten ihrer aktuellen Projekte zu präsentieren. Wir durften uns zweieinhalb Tage im wahrsten Sinne des Wortes „am Puls der Zeit“ bewegen.

Im Centre for Advanced Laser Applications führte uns Prof. Dr. Jörg Schreiber in die Teilchenbeschleunigung mit Licht ein. Ultrakurzgepulste Laser im Femtosekundenbereich (das sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitende Laserlicht legt innerhalb einer Femtosekunde lediglich eine Strecke von 0,3 µm zurück) und mit einem Durchmesser von 30 Zentimeter werden verwendet, um Leistungen im Petawattbereich (1 Billiarde Watt) zu realisieren und damit kleinste Teilchen zu beschleunigen. Im eigens für diese Forschung geschaffenen Institut eröffnete uns Prof. Schreiber einmalige Einblicke in die experimentellen Aufbauten und begeisterte uns mit den Visionen, die die Teilchenbeschleunigung revolutionieren und auch in der medizinischen Anwendung völlig neue Möglichkeiten eröffnen könnten.

Mit dem Tandem Van de Graaff-Beschleuniger im Maier-Leibnitz-Laboratorium (MLL) nahm uns PD Dr. Peter Thirolf mit auf eine Reise in die Anfänge der Teilchenbeschleunigung. Die Anlage, die wir gemeinsam mit ihm besichtigen konnten, weist alle die Komponenten auf, die schon Stoff so mancher theoretischer Übungsaufgabe waren und sich sicherlich auch im Physikabitur wiederfinden werden. Der Besuch am MLL war aber weit mehr als eine Reise in die Vergangenheit, mit seinem aktuellen Forschungsprojekt einer „Kernuhr“ könnte es dem Physiker gelingen, die Genauigkeit der Zeitmessung mit Atomuhren um ein Vielfaches zu verbessern und damit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt völlig neue Möglichkeiten zu eröffnen. Sollte es dem Team um Prof. Thirolf dann noch gelingen, den Nachweis dafür zu erbringen, dass Naturkonstanten gar nicht konstant sind, sondern sich weit hinter dem Komma im Laufe der Zeit minimal verändern, haben wir vielleicht sogar mit einem kommenden Nobelpreisträger gesprochen.

Mit der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) hatten wir Zugang zu einer der effektivsten und modernsten Neutronenquellen der Welt. Am eigenen Leib erfahren durften wir dabei die Sicherheitsstandards der Anlage, die sowohl in intensiven Personenkontrollen als auch in extrem aufwändigen baulichen und technischen Maßnahmen zum Ausdruck kamen. Neben der Erzeugung der Neutronenstrahlung durch Spaltung hochangereicherten Urans lag der Fokus der Führung vor allem auf der vielfältigen Anwendung, wie der Dotierung des Halbleitermaterials Silizium (dotierte Halbleiter sind aus PCs und Handys nicht mehr wegzudenken) über die Herstellung von Radioisotopen für die Nuklearmedizin bis hin zur Tumortherapie.

Mit der Astrophysik stand last but not least ein weiterer Programmpunkt auf der Agenda, der spektakulärer kaum hätte ausfallen können. Im öffentlich zugänglichen Besucherzentrum ESO Supernova machten wir uns in einer interaktiven Ausstellung auf eine Reise, die in München ihren Anfang nahm, uns am Planeten Erde vorbei in unser Sonnensystem führte und selbst bei der Lokalisation des Zentrums unserer Milchstraße noch kein Ende fand. Mit dem Extremely Large Telescope (ELT) plant das European Southern Observatory (ESO) ein Teleskop, das mit einem Spiegeldurchmesser von rund 40 m in der chilenischen Atacama-Wüste für ganz neue Erkenntnisse über unser Universum sorgen soll.

Wir blicken zurück auf zweieinhalb ereignisreiche Exkursionstage, die uns eindrücklich die Vielfalt der Physik vor Augen geführt und uns gezeigt haben, dass Spitzenforschung immer auch einen Blick über den Tellerrand hinaus bedeutet und dass Physiker stets Hand in Hand mit Chemikern, Biologen, Medizinern und Technikern arbeiten. Wenn wir offen und neugierig sind, erschließt sich uns die Faszination und der Spaß an der Naturwissenschaft – inner- und außerhalb der Schule. (Le)

Exkursion zum Schülerlabor Neurowissenschaften der Universität Tübingen

Am 16.07. machte sich der 4-stündige Biologie-Kurs von Herrn Metzger auf den Weg nach Tübingen ins Schülerlabor Neurowissenschaften. Dies ist eine Einrichtung des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung und der Universität Tübingen.

Das Schülerlabor bietet Schülerinnen und Schülern der Kursstufe die Möglichkeit, Experimente zur Neuro- und Sinnesphysiologie an hochwertigen Apparaturen und direkt an Tieren oder Gehirnen durchzuführen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem wissenschaftlichen Arbeiten: Von der Aufstellung einer Hypothese über die Planung des Experiments bis hin zur statistischen Auswertung mit Darstellung und Präsentation der Ergebnisse wird der gesamte wissenschaftliche Erkenntnisprozess durchlaufen. Bei der Durchführung und Auswertung der Experimente werden die Schülerinnen und Schüler von studentischen Hilfskräften unterstützt.

Unsere Schülerinnen und Schüler haben zu folgenden Themen geforscht: 

  • Elektrische Messungen am menschlichen Muskel (Elektromyogramm)
  • Elektrische Aktivität von Nerven- und Muskelzellen an elektrischen Fischen
  • Neurobiologie der Sinnessysteme: Psychophysik des Hörens
  • Neurobiologie der optischen Wahrnehmung durch Blickbewegungen
  • Untersuchung von Anatomie und Histologie eines Lammhirns

Durch die apparative Ausstattung des Schülerlabors, welche für Schulen nicht möglich ist, können die Schülerinnen und Schüler ihre Fragestellungen direkt untersuchen. Diese Möglichkeit macht das Schülerlabor zu einem hervorragenden außerschulischen Lernort. (Mr)

Praktikum bei SonoBihr

Im Rahmen des NwT-Moduls Medizintechnik in Klasse 10 bietet sich für unsere Schüler die einmalige Gelegenheit, ein Praktikum in der Firma SonoBihr durchzuführen.

Nach ein paar Informationen und einer Einweisung von Herrn Bihr durften wir selbstständig an den Ultraschallgeräten arbeiten und das theoretisch erworbene Wissen in der Praxis anwenden. Niere, Leber und Schilddrüse wurden vermessen, die Blutflussgeschwindigkeit ermittelt und verschiedene Schallköpfe verglichen. Das Highlight war auch dieses Mal die Altersbestimmung eines „Fötus“, dargestellt durch eine Puppe im Wasserbad. Neben Profilbildern konnte mit Hilfe des Kopfdurchmessers auch das Alter des Kindes angegeben werden. Gelungene Ultraschallbilder durften ausgedruckt und mitgenommen werden.

Vielen Dank an Herrn Bihr, der uns schon seit vielen Jahren diese Möglichkeit bietet. (Dr)

„MiM – Mädchen in MINT“ – Schuljahresabschluss in der Experimenta Heilbronn

Der Wunsch des Besuchs eines Science-Centers stand bei den Schülerinnen unserer AG „MiM – Mädchen in MINT“ schon seit einiger Zeit im Raum und hat sich jetzt mit der Besichtigung der völlig neu gestalteten Experimenta in Heilbronn realisieren lassen. Auf fünf Stockwerken, konsequent in Form von Fünfecken angelegt und mit einem Zeitfenster von fünf Stunden, konnten die Schülerinnen auf Entdeckungstour gehen und die über 270 interaktiven Exponate ausprobieren. Ganz ohne Vorgaben, einfach nur den individuellen Interessen und Neigungen folgend, wurde gespielt, geforscht, entdeckt und viel gelacht sowie ganz nebenbei, fast ohne es zu bemerken, eine Menge gelernt.

Der Vielfalt des MINT-Bereichs, die unsere jährliche Arbeitsgemeinschaft Schülerinnen der 8. bis 10. Klasse mit unterschiedlichsten Programmpunkten wie Workshops, Vorträgen, Experimenten und Exkursionen näherbringen möchte, begegneten wir auch in der Experimenta. Es war sicherlich nicht der letzte Besuch im Rahmen der MINT-Mädchen-Förderung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Neben den Entdecker- und Erlebniswelten, von denen wir uns in diesem Jahr ein Bild machen durften, warten mit den Forscherwelten spannende Workshops und Experimente auf die Schülerinnen, die sich im nächsten Schuljahr dazu entscheiden, die AG fortzusetzen bzw. neu einzusteigen. (Le)

Biologieexkursion zum Fleinsbach

Im Rahmen des Biologieunterrichts bei Frau Schwarz führte die Klasse 10c am 4. Juli 2019 eine Analyse der Zeigerorganismen im Fleinsbach durch. Neben kleinen Stichlingen, Bachflohkrebsen, Schnecken, Egeln und verschiedenen Larven fanden wir leider auch Müll, der natürlich von uns entsorgt wurde. Um die gefundenen Organismen bestimmen zu können, sammelten wir diese vor Ort und bestimmten sie anschließend in der Schule. Selbstverständlich wurden anschließend alle gefundenen Organismen wieder lebend im Bach ausgesetzt. (Maximilian Scherbaum, Kl. 10c)

Drei dbg-Schüler auf dem Treppchen des Pangea-Mathematikwettbewerbs!

David Gerstenmeyer (Klasse 5), Josia Schurr (Klasse 6) und Jannis Glathe (Klasse 8) konnten sich durch ihre herausragenden Leistungen einen Platz im Finale des Pangea-Mathematikwettbewerbs sichern.

Diese besondere Ehre steht in Baden-Württemberg nur den 10 besten Rechengenies einer Jahrgangsstufe zu. Diese Zahl allein zeigt, dass zum Erreichen des Finales nicht nur ein hohes Maß an Talent, sondern auch Durchhaltevermögen, Spaß an komplizierten Aufgaben und sehr viel Konzentration notwendig sind.

Im Finale am 08.06.2019 konnten die drei nun in ihrer jeweiligen Altersklasse mit den anderen neun Rechenkünstlern ihre Fähigkeiten in Ludwigsburg messen. Gleichzeitig wurden deutschlandweit noch in fünf weiteren Städten Finalrunden ausgetragen. Die Wartezeit, während die Aufgaben korrigiert wurden, wurde mit einem ansprechenden Programm gefüllt. Anschließend konnten die Ergebnisse bekannt gemacht werden.

David Gerstenmeyer musste sich nur einem anderen Rechengenie geschlagen geben und konnte sich dadurch einen großartigen zweiten Platz sichern. Besonders hinzuzufügen ist noch, dass David im Finale genauso viele Punkte ergattern konnte wie der Erstplatzierte. In diesem Fall wurden die Punkte der beiden Runden zuvor mit gewichtet. Deutschlandweit steht er mit seinem Ergebnis auf dem siebten Platz.

Josia Schurr belegte einen herausragenden dritten Platz in Baden-Württemberg. Deutschlandweit betrachtet steht er mit seinem Ergebnis auf dem zwölften Platz. Damit konnte er die besondere Qualität der ersten beiden Runden noch steigern.

Jannis Glathe lieferte ebenfalls eine brillante Leistung ab und konnte als Lohn für seine Mühe einen siebten Platz ergattern. In seiner Alterskategorie steht er damit auf Platz 43 in Deutschland.

Um das volle Ausmaß der Leistung zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass in Baden-Württemberg etwa 9.000 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teilgenommen haben. In ganz Deutschland waren es sogar über 100.000 Rechengenies, die um eine Medaille kämpften. Das Ergebnis der Dreien ist daher ein besonderer Erfolg, der große Beachtung verdient.

Das ganze dbg freut sich mit den Dreien über das tolle Ergebnis und gratuliert herzlich zu diesem Erfolg. (MH)

Zwischenrunde des Pangea-Mathematikwettbewerbs

Acht Schüler des dbg qualifizierten sich für die Zwischenrunde des jährlich stattfindenden Pangea-Wettbewerbs der Mathematik. Bei diesem Wettbewerb müssen anspruchsvolle Aufgaben gelöst werden, die je nach Schwierigkeitsstufe in verschiedene Punktekategorien eingeordnet werden. In der ersten Runde gibt es Aufgaben, die fünf Schwierigkeitskategorien zugeordnet sind. In der Zwischenrunde werden nur noch Aufgaben aus den Kategorien 3 bis 5 gestellt, welche ein hohes Niveau haben. Am Prüfungstag zeigten die acht Teilnehmer des dbg ihre Rechenkünste. Alle haben die Herausforderung gemeistert und gute Ergebnisse erzielt. Wir gratulieren zu diesem tollen Erfolg. David Gerstenmeyer (Klasse 5), Josia Schurr (Klasse 6) und Jannis Glathe (Klasse 8) stachen durch ihre hervorragenden Leistungen heraus und konnten an der Finalrunde teilnehmen. Das bedeutet, dass sie zu den zehn besten Jungmathematikern und -mathematikerinnen in ihrer Altersklasse in Baden-Württemberg gehören! Mit Köpfchen und Knobelei konnten die drei überzeugen und ausgezeichnete Ergebnisse erlangen.

Wir gratulieren zu diesem tollen Erfolg und wünschen weiterhin viel Spaß. (MH)

Digital die Zukunft gestalten

Fragt man die Schülerinnen unser AG „MiM – Mädchen in MINT“, war es eines der absoluten Highlights des bisherigen Programms, das uns unser Bildungspartner BALLUFF mit dem Besuch im Technologie-Truck „Expedition d“ ermöglichte.

Schon beim Betreten des imposanten Trucks wurde mehr als deutlich, dass sich hier wirklich alles um das Thema Digitalisierung dreht. Vom Smart Home über e-Health bis hin zu künstlicher Intelligenz oder Virtual Reality boten sich den Schülerinnen unzählige Möglichkeiten und Anwendungen.

Gemeinsam mit Nicolas Fink, MdL (SPD) hatten sie die Möglichkeit, die Ausstellung nahezu exklusiv zu erleben. Von besonderem Interesse war dabei beispielsweise CoBot, ein kollaborativer Roboter, den die Mädchen programmieren konnten, indem sie ihm Bewegungsabläufe zeigten und diese dann abspeicherten. Der Roboter konnte dann zum Beispiel ein Werkstück aufheben und wieder absetzen. Mit Hilfe von Augmented Reality platzierten sie darüber hinaus Möbel und Wohnaccessoires durch Marker in einem Zimmer oder bauten beim Blick durch eine VR-Brille ein Fahrrad zusammen.

Es war beeindruckend zu sehen, wie intensiv und motiviert die Schülerinnen an den Stationen zu Werke gingen und wie selbstverständlich für sie dabei der Einsatz digitaler Technik war. Der erste Kontakt mit Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts ist damit hergestellt und ein Ausblick in die Digitalisierung unserer Arbeitswelt wurde gegeben – eine Perspektive, auf die sich zumindest diese Schülerinnen mit Sicherheit freuen werden. (Le)

MINT-Studienbotschafter der Uni Tübingen zu Gast am dbg

Als neuen Baustein in unserem Programm „MiM – Mädchen in MINT“ durften wir zwei Studentinnen der Eberhard-Karls-Universität Tübingen begrüßen, die in einem kurzweiligen und informativen Vortrag von ihren persönlichen Studienerfahrungen berichteten, den anwesenden Schülerinnen der Klassen 8 bis 10 einen Einblick in die Vielfalt möglicher MINT-Studiengänge verdeutlichten und last but not least den rund zweistündigen Workshop mit je einer Hands-on-Aktivität abschlossen, der sehr schön ihre persönliche Faszination für ihr Fach begreifbar machte.

Neben der geografischen Suche nach einem Weg aus der Skelettwüste Namibias konnten die Schülerinnen in einem forensischen Labor einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung eines hinterhältigen Mordanschlags leisten – zwei Aktivitäten, die noch einmal eindrucksvoll die MINT-Vielfalt aufzeigten und darüber hinaus natürlich auch jede Menge Spaß bereitet haben. (Le)

Neue Sitzgruppe im Pausenhof

Am 10. Mai 2019 traf sich die Klasse 9a, um eine Sitzgruppe im Pausenbereich zu erstellen. Zuvor wurden verschiedene Realisierungsmöglichkeiten recherchiert und auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft. Letztendlich fiel die Wahl auf eine vergleichsweise filigrane und einfach zu errichtende Konstruktion aus Mauersteinen und Kanthölzern, die zum restlichen Erscheinungsbild der Schule passt. Der Platz für die Sitzgruppe war schnell gefunden und kann dank der Überdachung wetterunabhängig genutzt werden.

Nachdem die Kostenkalkulation erstellt wurde und innerhalb des gesetzten Rahmens blieb, konnte eine CAD-Zeichnung erstellt werden. Daran ließen sich mögliche Schwachstellen ermitteln und beheben. Zudem konnte der Ablauf des Projekttages geplant werden, sodass verschiedene Gruppen gleichzeitig arbeiten konnten.

Zu Beginn mussten Mauersteine platziert und Kanthölzer abgelängt, abgeschliffen sowie geölt werden. Die Mauersteine konnten anschließend verklebt und die Holzbalken eingepasst werden. Nachdem jeder eine passende Aufgabe gefunden hatte, nahm die Bank zügig Form an und schon bald war ersichtlich, was einmal daraus werden sollte. Um Leerlaufzeiten zu vermeiden, wurde ein Schild angefertigt, in welches alle Namen eingraviert wurden. Am Ende des Vormittages konnten die letzten Balken eingefügt und das Projekt abgeschlossen werden. In der folgenden Woche musste die Bank noch ein zweites Mal geölt werden. Zur Komplementierung wurden Sitzkissen gefertigt. Diese können nach Fertigstellung von allen Schülerinnen und Schülern ausgeliehen werden.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Firma Würth, die das Projekt ausgeschrieben und die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt hat. Zusätzlich bekamen wir einige Werkzeugkästen, die eine Grundausstattung für unsere Arbeit enthielten. Ebenfalls möchten wir der Schreinerei Bosner aus Sielmingen danken. Herr Bosner stand uns während der Projektplanung beratend zur Seite und konnte uns wertvolle Tipps geben. Zudem spendierte er uns einiges Material. (MH)

Acht Schüler des dbg in der nächsten Runde beim Pangea-Wettbewerb

Auch dieses Jahr traten über 90 Schülerinnen und Schüler beim jährlich stattfindenden Pangea-Wettbewerb der Mathematik an. In der ersten Runde mussten anspruchsvolle Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen der Mathematik gelöst werden. Der Wettbewerb verbindet die Freude am Knobeln und Grübeln mit Logik und Rechenkunst und ist darauf ausgelegt, Spaß am Rechnen zu vermitteln. Die Aufgaben unterscheiden sich in den jeweiligen Klassenstufen und kommen aus unterschiedlichen Bereichen. In 60 Minuten gilt es, so viele Ergebnisse wie möglich richtig zu ermitteln.

Der Wettbewerb wird deutschlandweit an einem Tag durchgeführt und die besten Schüler eines Jahrgangs können sich für die nächste Runde qualifizieren. Am diesjährigen Wettbewerb haben sich fast 100.000 Schüler beteiligt, aus Baden-Württemberg kamen dabei über 10.000 Teilnehmer. David Gerstenmeyer (Klasse 5), Josia Schurr, Till Elger und Benedikt Ebert (alle Klasse 6), Michael Zimmermann (Klasse 7), Lukas Kenner und Jannis Glathe (beide Klasse 8) sowie Beat Seidel (Klasse 10) haben hervorragende Ergebnisse erzielt und konnten sich für die nächste Runde qualifizieren!

Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg und hoffen, dass die nächste Runde ebenso gut verlaufen ist. (MH)

dbg wird Modellschule für das fünfstündige NwT-Leistungsfach

Neben dem Profilfach NwT (Klasse 8 - 10) und den Schulversuchen NwT-1 (NwT ab Klasse 6) bzw. NwT-K2 (NwT in der Kursstufe 2-stündig) werden wir zukünftig an zwei weiteren Modellversuchen teilnehmen, die unser NwT-Angebot komplettieren:

Bereits im kommenden Schuljahr bieten wir im Rahmen der neuen Kursstufe NwT als dreistündiges Basisfach an. Schön, dass bei den Vorwahlen unserer aktuellen 10er das Interesse hieran bereits sehr groß war.

Darüber hinaus ist das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium künftig auch eine von landesweit 18 Modellschulen, an denen ab dem Schuljahr 2020/2021 NwT als fünfstündiges Leistungsfach mit schriftlicher Abiturprüfung erprobt wird. Der noch in ferner Zukunft liegende Beginn des Modellversuchs ist der Tatsache geschuldet, dass im kommenden Schuljahr (2019/2020) zunächst einmal ein umfangreiches Fortbildungsprogramm von unseren zukünftigen LK-Lehrerinnen und -Lehrern besucht wird, so dass auch sie „fit für die Kursstufe“ sind.

Freuen dürfen sich also alle MINT-begeisterten Schülerinnen und Schüler unserer aktuellen Jahrgangsstufe 9. Sie werden die ersten sein, die die Möglichkeit bekommen, ihr naturwissenschaftliches Profilfach in der Kursstufe sogar als Leistungsfach fortzusetzen; viele weitere Jahrgänge werden dann hoffentlich folgen. (Le)

Gewässeruntersuchung am Uracher Wasserfall

Am Donnerstag, den 21.3.2019 haben die NwT-Gruppen der Klassen 10b und 10c unter der Leitung von Frau Greis und Herrn Reißig eine Gewässeruntersuchung des Brühlbaches am Uracher Wasserfall durchgeführt. Die 38 Schülerinnen und Schüler mussten dabei sowohl eine biologische als auch eine chemische Gewässeruntersuchung durchführen. Im chemischen Teil wurde der Bach auf den Gehalt von verschiedenen Substanzen, wie beispielsweise Nitrat, Nitrit, Ammonium, Phosphat, Sauerstoff und Wasserhärte untersucht. Während der biologischen Gewässeruntersuchung mussten die Schülerinnen und Schüler dann im 8°C kalten Bach nach Zeigerorganismen wie Strudelwürmern, Bachflohkrebsen oder Köcherfliegenlarven suchen. Eine Gruppe entdeckte sogar die Larve eines Feuersalamanders. Nach der Gewässeruntersuchung ging es dann natürlich noch den Uracher Wasserfall hinauf, um nach Kalktuff und diversen anderen Karstphänomenen Ausschau zu halten und mittels Salzsäure nachzuweisen. Durch diese Exkursion konnten die Schüler die theoretisch erarbeiteten Grundlagen des natürlichen Kalkkreislaufes hautnah in der Natur vor Ort praktisch untersuchen. (Rg)

Chemie Olympiade 2019

Auch dieses Jahr wird die Chemie-Olympiaden-Tradition am dbg erfolgreich fortgesetzt. Daniel Klein, Patrick Rieker, Micha Seidel, Marla Weinmann und Manuela Dahler haben an der Chemie Olympiade für das Jahr 2019 teilgenommen.

Daniel, Micha, Manuela und Marla haben sich erfolgreich für die zweite Runde qualifiziert. Daniel hofft nach der Teilnahme an der Klausur für die 2. Runde nun auf ein Weiterkommen in die nächste Runde. Herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Leistungen!

Der Wettbewerb Internationale Chemie Olympiade richtet sich mit seinen anspruchsvollen Aufgabenaufstellungen an chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Das Niveau geht dabei weit über den gewöhnlichen Schulstoff hinaus und erfordert von den Teilnehmern ein besonderes Maß an Chemiekenntnissen. Wer es in der 4. Runde unter die besten vier Teilnehmer schafft, reist als Mitglied einer deutschen Chemie-Delegation im Juli 2019 zum internationalen Wettbewerb nach Paris.

Die vielen und sehr erfolgreichen Teilnahmen an MINT-Wettbewerben sind Ergebnis unserer Bestrebungen, unsere Schülerinnen und Schüler für die Naturwissenschaften zu begeistern. Als zertifizierte MINT-EC Schule haben wir im besonderem Maße Möglichkeiten, unseren Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an vielen MINT-Wettbewerben zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen. Weitere Informationen, auch zu unserer Wettbewerbs-AG, gibt es hier oder bei Frau Müller-Heer und Herrn Metzger. (Mr)

Tatort!

Am Rande des Schönbuchs wird eine blutüberströmte Leiche gefunden. Nach sorgfältiger Analyse des Tatorts durch die KTU ist klar, dass das gefundene Blut von mehreren Personen stammt. Anhand von Zeugenaussagen ermittelt die Polizei drei Tatverdächtige. Der nächste Schritt ist nun, mittels molekularbiologischer Verfahren herauszufinden, ob das am Tatort analysierte Blut einem Tatverdächtigen sicher zugeordnet werden kann. Und da kommen die Schülerinnen und Schüler des Hochleistungsbiologenkurses von Herrn Metzger ins Spiel.

Am Dienstag, 27.11.2018 sprangen diese SchülerInnen im Life Sciences Center des Carlo Schmid Gymnasiums in Tübingen in die Rolle der Forensiker, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Nach einem theoretischen Input ging es dann praktisch los: Die DNA-Proben mussten mit einem Restriktionsenzym geschnitten, ein Agarosegel musste gegossen und die Proben mittels Gelelektrophorese aufgetrennt werden. Anschließend wurden die aufgetrennten DNA-Fragmente gefärbt und mithilfe einer UV-Lampe zum Fluoreszieren gebracht. Das Ergebnis ist ein für jedes Individuum charakteristisches Bandenmuster, welches zum Vergleich von DNA-Proben verwendet werden kann.

Nach erfolgreicher Überführung des Täters ging es mit einer sinnesphysiologischen Untersuchung von Pizza und Salat in der Tübinger Altstadt weiter. (Mr)

Mathematik-Wettbewerb am Tag der Wissenschaft an der Uni Stuttgart

Welche Schattenformen kann ein Würfel werfen? Und wie berechnet man die Brechzahl einer unbekannten Flüssigkeit? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich acht Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 und der Jahrgangsstufe 1 am Samstag, den 30.06.2018 beim Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart in Hohenheim. Sie nahmen am alljährlichen Mathematik- und Physikwettbewerb der Uni Stuttgart teil, den diese im Rahmen des Tags der Wissenschaft veranstaltet. Dabei traten in diesem Jahr 18 Schülerteams verschiedener Gymnasien gegeneinander an. 90 Minuten rauchten die Köpfe, es wurde geknobelt, diskutiert und gerechnet, bevor die Schülerinnen und Schüler Zeit hatten, sich die vielfältigen Forschungsbereiche der Universität Stuttgart genauer anzuschauen.

Leider reichte es am Ende bei keinem der beiden dbg-Teams für einen der vorderen Plätze, nichtsdestotrotz war es ein interessanter Nachmittag. Und zumindest dem Team aus Klasse 10 bietet sich im nächsten Jahr erneut die Gelegenheit, sein Können in Mathematik unter Beweis zu stellen. (Zl)

Biologieunterricht hautnah

Am Donnerstag, den 28. Juni 2018 verlegte die Klasse 5a zusammen mit Frau Greis und Frau Grüner den Biologieunterricht in die Wilhelma. Ihr Ziel war es, das erworbene Fachwissen zum Thema Wirbeltiere zu festigen und die Tiere einmal hautnah zu erleben. Der Besuch begann mit einem Workshop, in dem die Schüler anhand von Zähnen, Fellen, Federn, Krallen und vielem mehr Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische untereinander verglichen. Das Highlight des Workshops war neben dem reichhaltigen Anschauungsmaterial natürlich die Unterstützung des Workshops durch die Tiere der Wilhelmaschule. Die Schüler durften Fische und Papageien füttern, Kröten und Pythons streicheln und mit Wanderratte Krümel schmusen. Dies sorgte natürlich für große Begeisterung! Im Anschluss an den Workshop besuchte die Klasse 5a das Elefantengehege. Dort versetzten sich die Schüler in die Lage eines Wissenschaftlers. Sie beobachteten das Verhalten der asiatischen Elefanten genau und verglichen deren Körperbau mit dem des afrikanischen Elefanten. Anschließend nutzten die Schüler die noch verbliebene Zeit, um die zahlreichen Wirbeltiere und Wirbellosen der Wilhelma zu bestaunen und zu fotografieren. (Gr)

CNC–Workshop in der FESTO-Ausbildungswerkstatt

Empfangen und betreut von Ausbilder Michael Kurfiß bot sich neun Schülerinnen der Klasse 8 die Gelegenheit, unseren Bildungspartner FESTO ein wenig genauer kennenzulernen, und das in Theorie und Praxis.

Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte und den Standort des Unternehmens folgten ein paar Informationen zu Ausbildung und dualem Studium sowie zum Bewerbungsverfahren.

Im zweiten, rund dreistündigen Praxisteil „drehte“ sich alles im wahrsten Sinne des Wortes um die Bearbeitung eines Aluminiumzylinders, der, kaum wiederzuerkennen, als kreativer, würfelförmiger Schlüsselanhänger mit nach Hause genommen werden durfte. Bis es so weit war, durchliefen die Schülerinnen unser MINT-AG zunächst aber unterschiedlichste Stationen, von der Programmierung einer vollautomatischen CNC-Fräse im Industriemaßstab über die Arbeiten an einer Drehbank und dem Schneiden eines Gewindes, bis hin zur Lasergravur, die jedes Objekt „einmalig“ machte. Die Auszubildenden von FESTO standen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und beantworteten auch darüber hinaus alle Fragen, die unseren Schülerinnen auf dem Herzen lagen.

Herzlichen Dank an unseren Bildungspartner FESTO und insbesondere an Herrn Kurfiß und sein Team. Wir freuen uns, unseren Schülerinnen einen so realistischen Eindruck von der Arbeit in technischen Berufen vermitteln zu können, was ohne einen solch engagierten Industriepartner nicht möglich wäre. (Le)

MiM-AG zum Elektronikpraktikum bei BALLUFF

Abends im Bett liegen, die Gedanken schweifen lassen, entspannen und dabei das bunte Farbenspiel einer selbst hergestellten Rainbow Light Box an der Decke beobachten – so oder so ähnlich stellt man sich die Abende der Teilnehmerinnen unserer AG MiM – Mädchen in MINT vor, die in Kooperation mit unserem Bildungspartner BALLUFF ein rund 4,5-stündiges Elektronikpraktikum absolviert haben.

Angekommen in der Ausbildungswerkstatt gab es für alle Beteiligten zunächst einen kleinen Mittagsimbiss, ehe sich die Technikausbilder unseres Bildungspartners den ganzen Nachmittag für die achtköpfige Mädchengruppe Zeit nahmen. Einer kurzen Sicherheitseinweisung folgten einige Lötübungen und schließlich das Bestücken und Verlöten der Platine für die Rainbow Light Box. Herzstück sind dabei vier Rainbow LEDs, die ihre Farben langsam verändern und die Box aus dem 3D-Drucker zum Leuchten bringen. Über Löcher im Deckel erzeugt die Lampe darüber hinaus ein frohes Farbenspiel an der Zimmerdecke. Damit die Lichtshow erst dann losgeht, wenn auch die Umgebung dunkel genug ist, wurde ein LDR-Sensor verbaut, womit wiederum der Bogen zum Kerngeschäft unseres Bildungspartners BALLUFF, der Sensorentwicklung, geschlagen wäre.

Wir bedanken uns für dieses abwechslungsreiche Programm. Den Teilnehmerinnen hat der Workshop große Freude bereitet und Lust auf MINT gemacht. (Le)

Klimapionier bei den fünften Klassen

Nach planungsvollen Wochen war es am Dienstag, den 12.06.2018 so weit: Der Klima- und Energiepionier kam an unsere Schule in die fünften Klassen. Angefangen haben wir in der ersten und zweiten Stunde mit der Klasse 5b. Der Klima- und Energiepionier arbeitet für die Organisation „My Climate“, welche in 30 Ländern über 100 Klimaschutzprogramme leitet. Beispiele hierfür sind der Solargrill in Madagaskar und die Solaranlagen in Nordamerika. Die Organisation verfolgt das Ziel, bereits Kinder über den Klimawandel und die Folgen aufzuklären und zu informieren, dass jeder etwas machen kann und etwas machen muss. Der Umfrage zufolge fanden alle Fünftklässler den Vortrag gut aufbereitet und interessant. (Pinar Sarica, Kl. 10a)

Astro-Alex und wir sind dabei...

Morgen (6.6.18) wird Alexander Gerst - „unser Astro-Alex“ - zu seiner zweiten Mission in Richtung ISS starten. Diesen Termin haben die Schülerinnen und Schüler des Astronomiekurses der Klasse 11 um ihren Lehrer Herrn Börner fest im Blick. Informationen und Dokumentationen zur „Horizon“-Mission werden seit geraumer Zeit nahezu aufgesaugt.

Sehr gut passte dazu der heutige Besuch des Planetariums in Stuttgart. Im Programm „Dunkles Universum“ wurden grundlegende Fragen der Entstehung und Entwicklung des Universums, der Gegenwart von dunkler Energie und Antimaterie sowie der Forschungen dazu beleuchtet. Nicht zu kurz kamen aber auch die Blicke auf astronomische Forschung – eben z. B. die „Horizon“-Mission um Alexander Gerst.

Zudem gab es einen Blick auf den aktuellen Nachthimmel über Stuttgart und damit die Aussicht auf interessante Konstellationen in den nächsten Tagen und Wochen. (Bn)

Eine Zukunft ohne MINT – undenkbar!

Den Auftakt unseres diesjährigen MINT-Angebots für Schülerinnen der Klassen 8 – 10 machte das Programm COACHING4FUTURE der Baden-Württemberg-Stiftung. Es räumt auf eindrucksvolle Weise mit Vorurteilen gegenüber MINT-Berufen auf und zeigt, wie Jugendliche über naturwissenschaftlich-technische Ausbildungs- und Studienwege aktiv an der Gestaltung unseres Alltags mitwirken können.

Vom künstlichen Hüftgelenk bis zum Nanotape – mit Hightech zum Anfassen und einer lebensnahen Multimedia-Präsentation im Gepäck nahm das Coaching-Team, bestehend aus zwei jungen MINT-Akademikerinnen, unsere Schülerinnen mit auf eine Reise und verdeutlichte, welche vielseitigen Berufsbilder sich hinter technischen Innovationen verbergen und welche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten es in diesem Bereich gibt.

Die Teilnehmerinnen unserer AG „MiM – Mädchen in MINT“ hatten dabei die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, welche gesellschaftlichen Bereiche beleuchtet wurden. Neben dem Thema Wohnen begeisterte vor allem die Rubrik „Menschen helfen“, in der u. a. ein Blick in die Zukunft der Prothetik gewagt wurde. Spätestens hier wurde deutlich, wie viel Innovation und Technik in medizinischen Hilfsmitteln steckt und in welch hohem Maße MINT dazu beitragen kann, dass Menschen mit Behinderung aktiv an unserer Gesellschaft teilhaben können.

Abgerundet wurde der Nachmittag mit einem Workshop zum Thema Forensik. Nach einer kurzen Einweisung bekamen die Schülerinnen die Gelegenheit, einen „Tatort“ zu analysieren, Spuren zu sichern, Spuren auszuwerten und letztlich unter Berücksichtigung aller Indizien den „Täter“ zu überführen – ein gelungenes Planspiel, bei dem die Praxis im Vordergrund stand und den Mädchen einmal mehr vor Augen geführt wurde, wie wichtig insbesondere im Bereich der Naturwissenschaften interdisziplinäres Denken und Arbeiten ist.

Wir freuen uns, dass Vortrag und Workshop zu einem durchweg positiven Feedback führten, bedanken uns bei den Coaches für ihr Engagement an diesem Nachmittag und freuen uns schon auf eine Fortsetzung unserer Programmbausteine im Rahmen der AG „MiM – Mädchen in MINT“, bei denen wir in den nächsten Wochen auch wieder auf die Unterstützung unserer Bildungspartner FESTO und BALLUFF zählen dürfen. Wir sind uns sicher, auch hier werden unsere Schülerinnen nachhaltige MINT-Erlebnisse sammeln. (Le)

Zu Besuch auf der IAA 2017

42 Schüler/innen der Klassenstufe 10-12 ließen sich die Einladung des Verbands der Automobilindustrie nicht entgehen und besuchten am 22.09.2017 die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt – nicht allein um die neuesten Modelle der Hersteller zu bestaunen, sondern auch, um Einblicke in berufliche Möglichkeiten der Automobilbranche zu gewinnen. Hierzu referierten Vertreter der Continental AG und der TU Braunschweig. Beide betonten, welch interessante und vielfältige Chancen und Perspektiven die Branche zu bieten hat, aber auch, welche Anforderungen an künftige Mitgestalter von automobiler Mobilität gestellt werden. Im Anschluss erkundeten die Schüler/innen drei Messestände, wo sie von Mitarbeitern sowohl über technische Aspekte als auch Fragen der Berufsorientierung informiert wurden. Nach dem offiziellen Programm hatten alle Schüler/innen 3,5 Stunden Gelegenheit, eigenständig die Messe und die Faszination Automobil zu erkunden - die Zeit verging wie im Fluge, was bei der Zahl an Ausstellern nicht verwundert.

Wir blicken zurück auf eine sehr informative und rundum gelungene Exkursion - in zwei Jahren werden wir sicher wieder dabei sein! (Ru/Le)

MINT & Fremdsprachen – das starke Doppel für die Zukunft

„Heutzutage ist Englisch für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein MUSS, Französisch ein PLUS“, so der Präsident des Department Bas-Rhin, Frédéric Bierry, in seinem Grußwort anlässlich des Trinationalen Schülerkongresses der Naturwissenschaften & Technik in Straßburg.

Bereits zum neunten Mal trafen sich Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zu diesem internationalen Kongress, der neben dem fachlichen Austausch insbesondere auch die Kommunikation der Jugendlichen untereinander fördert und sie einlädt, ihre Projekte auf einer Fachmesse und in Vorträgen einem interessierten Publikum zu präsentieren.

Neben zahlreichen Schülervorträgen beispielsweise zur elektrischen Stimulation von Muskeln (Gymnasium Thun), Les nanotubes de carbone (Lycée Adrien Zeller Bouxwiller) oder dem intelligenten Würfeln (Schülerforschungszentrum phaenovum Lörrach), gaben auch wieder zahlreiche Wissenschaftler Einblicke in ihre aktuelle Forschungsarbeit. Besonders beeindruckend waren dabei sicherlich die Ausführungen von Dr. Tibor Gyalog (Swiss Nanoscience Institute – Universität Basel) „Brave new Nano-World“ sowie der Beitrag „Hoppla, was ist denn das?“ von Prof. Dr. Großhans (Zentrum für Physik der Hochschule Offenburg), der in das unvorstellbare Auflösungsvermögen eines Elektronenmikroskops einführte.

Mitten unter den rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern weilte auch wieder eine Delegation des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums. Leonie Ocker, Helen Schweizer und Nicolas Schöllhorn (Neigungskurs-Physik, Klasse 12) sorgten mit ihrem „e-book“ für staunende Blicke bei den Besuchern. Elektrische Schaltungen, die mit Bleistift auf Papier gezeichnet sind und als Verbraucher eine LED besitzen, können verblüffender Weise direkt auf Papier betrieben werden; da bleiben viele Fragen offen, die unsere Schülerinnen und Schüler mit Geduld, fundiertem Fachwissen und sprachlichem Geschick (teilweise im mehrsprachigem Mix kombiniert mit hilfreichen Gesten) stets bereitwillig beantworteten.

Verdienter Lohn für ein tolles Projekt und ein tolles Schülerteam war am Ende sogar noch ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro. Eine Fachjury aller anwesenden Lehrpersonen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz begutachtete insgesamt 35 Schülerprojekte und die dazugehörigen Projektposter. Knapp geschlagen vom Collège Stockfeld (F) und mit ebenfalls knappen Vorsprung auf das Gymnasium Thun (Ch), landete unser „Interaktives Elektronik-Buch / Livre Electronique Interactif“ auf Platz 2 und wusste durch ein ansprechendes Layout und insbesondere eine komplett zweisprachige Darstellung zu gefallen.

Nach nunmehr vier Teilnahmen beim Trinationalen Schülerkongress der Naturwissenschaften & Technik dürfen wir vielleicht schon von einer kleinen Tradition sprechen, die darüber hinaus eine ganz tolle Verbindung zwischen unserem interkulturellen und naturwissenschaftlichen Schwerpunkt schafft und vielleicht ja in 2018 eine Fortsetzung findet – an interessierten Schülerinnen und Schülern und tollen naturwissenschaftlich-technischen Projektideen wird es uns sicherlich nicht mangeln. (Le)

"Think big" - Informatikprojekt der Kl. 10

"Think big" – am Mittwoch, 19.10.16 erhielten alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 eine Einführung in das Internet der Dinge und eine Einführung in moderne Programmierung. Dabei lernten sie mit dem Raspberry Pie eine günstige und kleine Alternative zu herkömmlichen Rechnern kennen. Am Ende des Workshops hatten alle Gruppen entweder das „Klassenzimmer der Zukunft mit LEDs“ oder „Das sprechende Klassenzimmer“ programmiert. Ein erster Schritt in die Zukunft war gemacht. (Ho)

dbg erhält neuen, exklusiven Bildungsgang

An Zertifikaten wie „MINT-freundliche Schule“ oder „MINT-EC Schule“, die u. a. auch am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium auf einen ausgeprägten MINT-Schwerpunkt verweisen und sich an vielen Bildungseinrichtungen des Landes großer Beliebtheit erfreuen, mangelt es in der Region nicht. Einen gymnasialen Bildungsgang, der neben der ersten Fremdsprache Englisch das Kernfach Naturwissenschaft und Technik sowie Spanisch als zweite Fremdsprache miteinander kombiniert, suchte man bislang jedoch vergebens. Dies wird sich zum kommenden Schuljahr (2016/2017) ändern. Grund dafür ist die Genehmigung eines Antrags des dbg zur Teilnahme am sog. Schulversuch NwT-1.

Was verbirgt sich hinter NwT-1? Kurz gesagt tauschen das Fach NwT und die 2. Fremdsprache ihren Platz im Bildungsgang. Dies bedeutet, dass für Schülerinnen und Schüler, die sich für das Profil NwT-1 entscheiden, zunächst (in Klasse 6) anstatt der 2. Fremdsprache das Kernfach NwT auf dem Stundenplan steht und die zweite Fremdsprache dann automatisch in den Klassen 8 bis 10 (mit einem Vorkurs in Klasse 7 und insgesamt 14 Wochenstunden) folgt.

Bei NwT-1 handelt es sich also um die Bereitstellung eines ergänzenden, begabungsgerechten Angebots für naturwissenschaftlich-technisch interessierte Schülerinnen und Schüler. In einer Welt, deren Gegenwart und Entwicklung stark von naturwissenschaftlichem Erkenntnisgewinn und technischen Innovationen geprägt ist, sieht Claudia Stuhrmann (Ministerialrätin am Kultusministerium Baden-Württemberg) in den Bestrebungen des dbg einen „innovativen Schritt zur pädagogischen Weiterentwicklung des Gymnasiums“. Der interdisziplinäre Ansatz des Faches NwT sowie seine enorme gesellschaftliche Bedeutung in den Lebensbereichen Mobilität, Kommunikation oder Medizin bis hin zur Energie-, Nahrungs- und Rohstoffversorgung machen deutlich, wie gut dieses Fach die Leitperspektiven des neuen Bildungsplans bedienen kann. Die Erweiterung von Naturwissenschaft und Technik zu einem fünfjährigen Bildungsgang beginnend ab Klasse 6 und die Kombination mit Spanisch als zweiter, verbindlicher Fremdsprache bietet darüber hinaus eine große Chance, rollenspezifische Einstellungen und Verhaltensweisen zu überwinden. An vielen Beispielen zeigt sich, dass insbesondere die Begeisterung von Mädchen, wie sie im Fächerverbund BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik) bzw. für das Fremdsprachenlernen zu beobachten ist, auch positive Effekte auf die Wahl des NwT-1 Bildungsgangs und damit für die Förderung von Mädchen im Bereich MINT haben kann.

Neben unserem neuen NwT-1 Profil haben Schülerinnen und Schüler darüber hinaus selbstverständlich weiterhin die Wahl zwischen den bereits etablierten Profilen S-Profil (Englisch – Französisch – Spanisch) und unserem N-Profil (Englisch – Französisch – NwT). Aufbauend auf die für alle verbindliche erste Fremdsprache Englisch lassen sich am dbg zukünftig also drei inhaltlich differenzierte Bildungsgänge für die Jahrgangsstufen 6 – 10 auswählen, die dann in einer gemeinsamen zweijährigen Kursstufe münden. Hier besteht die Möglichkeit, alle profilspezifischen Fächer (Französisch, Spanisch und NwT) bis zum Abitur fortzuführen.

Wir freuen uns über die positive und anerkennende Rückmeldung zu unserer NwT- bzw. MINT-Konzeption und die damit verbundene Genehmigung unseres Antrags. Ein besonderer Dank gilt der Stadt Filderstadt als Schulträger und dem Regierungspräsidium Stuttgart für ihre jeweilige Unterstützung. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten mit Nachdruck an der Ausgestaltung unseres neuen NwT-1 Bildungsgangs arbeiten und sind uns sicher, den Schülerinnen und Schülern am dbg ein sehr attraktives und zukunftsorientiertes Profil bieten zu können. (Le)

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